Hersteller von Aluminiumtuben und Aerosoldosen rechnen erst im dritten Quartal 2021 mit Belebung der Nachfrage

Branche im Jahr 2020 mit einem blauen Auge davongekommen 

AWW Presse8

Die im Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA) organisierten Hersteller von Aluminiumtuben und Aerosoldosen sind im Jahr 2020 mit einem blauen Auge davongekommen. Die Nachfrage nach Aluminiumtuben war mit etwa einem Prozent nur leicht rückläufig, da die gute Nachfrage aus dem Pharma- und Lebensmittelbereich den Rückgang bei Kosmetikprodukten fast wettmachen konnte.

Die Ablieferungen von Aluminium-Aerosoldosen nach Deutschland gingen aufgrund geringerer Absätze in den Kernmarkt der Deodorants mit rund 9 Prozent recht deutlich zurück. Trotz der regen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln im ersten Quartal 2020 konnte die Branche diesen Rückgang nicht annähernd kompensieren. Dennoch fällt das Gesamtergebnis im Vergleich zu anderen Abnehmermärkten in der Aluminiumindustrie im Jahr 2020 immer noch moderat aus.

„Aufgrund der anhaltenden Pandemie, nur stockend angelaufener Impfungen und der damit verbundenen Einschränkungen für die Bevölkerung in Deutschland und europaweit wird bis Mitte des Jahres mit einer weiterhin schwierigen Marktlage gerechnet, denn die Kunden planen vorsichtig und fahren auf Sicht“, weiß Johannes Schick, Vorsitzender des GDA-Fachverbandes Tuben, Dosen und Fließpressteile. Insbesondere die Nachfrage aus dem Kosmetikmarkt wird weiterhin unter den Mobilitätseinschränkungen leiden, da die Geschäfte in den Städten zumindest bis Mitte Februar geschlossen sind und auch andere wichtige Vertriebskanäle wie Duty Free Shops in Flughäfen entfallen. Mit einer nachhaltigen Belebung des Marktes wird erst ab dem dritten Quartal des Jahres 2021 gerechnet. Bis dahin wird die Marktsituation eher erratisch bleiben.

Aluminiumverpackungen voll auf Green Deal-Linie der EU

Eine weiter verstärkte Rolle wird das Thema Recyclingfähigkeit von Verpackungen im Jahr 2021 spielen. Hier können Aluminiumverpackungen auftrumpfen, weil sie nahezu unendlich ohne Qualitätsverlust recycelt werden können. Die aktuelle Recyclingquote von Aluminiumverpackungen in Deutschland beläuft sich auf 93,2 Prozent.

Das Wachstumspotenzial für Aluminiumverpackungen im deutschen Verpackungsmarkt ist erheblich, denn sie machen in Deutschland derzeit nur etwa 1 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs aus. Gepaart mit der überragenden Schutzfunktion von Aluminium, die Produktverderb und -verluste effizient vermeidet, wird ein überzeugendes ökologisches Gesamtpaket geliefert. Aluminiumverpackungen liegen damit voll auf der Green Deal-Linie der EU-Kommission für mehr Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

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Ansprechpartner:

Gregor Spengler
Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA)
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