Legenden versus Realität
Über Aluminium werden immer wieder Behauptungen geäußert, die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren oder auch schlicht als falsch bezeichnet werden können. Nachfolgend listen wir hierzu einige der Vorurteile auf und stellen diesen die Tatsachen gegenüber.
Behauptung
Aluminium ist gesundheitsschädlich.
Tatsache
Verbundkartons bei der Abfüllung
Laut neuesten Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) besteht kein Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und Alzheimer. Sonstige Gesundheitsrisiken können ebenfalls nicht hergeleitet werden. Die Behauptung entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Begründung. Nicht umsonst sind einige Medikamente mit einem Anteil von Aluminiumhydroxid versehen.
Sicherlich gibt es einen minimalen Anteil an Menschen, die allergisch auf Aluminium reagieren. Allerdings ist festzuhalten, dass der Anteil von Allergien bei anderen natürlichen Stoffen, bspw. bei Milch, oftmals höher ist und keinen Rückschluss zulässt, dass damit der Stoff gesundheitlich bedenklich ist. Denn bei Milch würde eine solche Behauptung beispielsweise gar nicht aufgestellt werden, was die Irrelevanz einer solchen Aussage verdeutlicht.
Behauptung
Aluminium benötigt generell zu viel Energie bei der Erzeugung und ist daher pauschal abzulehnen.
Tatsache
100 %ige Wiederverwertbarkeit von Aluminium
Beim Wiedereinschmelzen von Aluminium sind nur 5 % der zur Erstherstellung eingesetzten Energie notwendig. Das bedeutet, dass sich die Ökobilanz des Werkstoffes mit jeder Wiederverwendung verbessert. Zudem muss berücksichtigt werden, dass durch die Eigenschaften von Aluminium bei der Anwendung erheblich Energie eingespart wird. So ermöglicht der Einsatz von Aluminium im Fahrzeugbau leichtere und damit sparsamere Autos. Oder beim Transport von Lebensmitteln in Aluminiumverpackungen wird aufgrund der optimalen Raumausnutzung bei geringem Gewicht Kilometer für Kilometer Kraftstoff gespart.
Darüber hinaus steigt der Anteil von Wasserkraft bei der eingesetzten Energie für die Primärerzeugung von Aluminium kontinuierlich und beträgt heute schon über 60 %. Zudem konnte durch Optimierungen am Produktionsprozess der Energieverbrauch von ursprünglich über 21 kWh für ein Kilogramm Aluminium auf 13 kWh gesenkt werden und wird weiterhin stetig verbessert.
Behauptung
Für Aluminium wird der Regenwald gerodet.
Tatsache
Rekultivierung der Bauxitabbauflächen
Weniger als ein Fünftel der Abbauflächen weltweit - etwa 18 % - liegen in Regenwaldgebieten. Dies entspricht einer Fläche von 2,4 Quadratkilometern jährlich. Umgerechnet auf die Gesamtfläche des Regenwaldes sind dies 0,00001 %. Insgesamt werden rund 80% der Bauxitabbauflächen systematisch rekultiviert und weitere 18 % für forst- und landwirtschaftliche Zwecke erschlossen. Selbst diese Flächen – eine entsprechende Bewirtschaftung vorausgesetzt - tragen zum natürlichen Ökosystem mit bei, da die Zerstörung des Regenwalds fast ausschließlich auf den Wanderfeldbau zurückzuführen ist.
Für weitere Informationen steht der Gesamtverband der Aluminiumindustrie Ihnen gerne zur Verfügung.