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Neue Potenziale für Aluminium-Strangpressprofile im Automobilbau

Arbeitskreis „Strangpressen Automotive“

Vierkammerprofil
19.07.10 - 
Die Automobilhersteller richten ihr Augenmerk immer mehr auf den Leichtbau. Deshalb spielen Aluminium-Strangpressprofile bei Karosseriebauteilen eine immer größere Rolle. Ein neuer Arbeitskreis mit Vertretern aus der Automobilindustrie, von Strangpresswerken und Forschungsinstituten will jetzt ein Pflichtenheft für die Herstellung von Aluminium-Strangpressprofilen für Automobil-Strukturbauteile erarbeiten.

Aluminium-Strangpressprofile haben sich als Karosserie-Strukturbauteile in immer mehr Automobilklassen etabliert. Die gültigen Technischen Lieferrichtlinien reichen aber nicht aus, um die Konstrukteure bei der Entwicklung von Karosserien mit Aluminium-Strangpressprofilen auch künftig hinreichend zu unterstützen. Die Konstruktionsingenieure benötigen neben den allgemeinen mechanischen Kennwerten auch Isotropie- und Verformungswerte, wie man diese bereits bei Stahl- oder Aluminiumblechen für den Fahrzeugbau verwendet.

Für die Erarbeitung dieser Werkstoffkennwerte haben sich unter Leitung des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V., Düsseldorf, drei OEMs, 16 Strangpresswerke und vier Forschungseinrichtungen zum GDA-Arbeitskreis „Strangpressen Automotive“ zusammengefunden. „Zentrale Aufgaben des Arbeitskreises sind die Ermittlung weiterer Werkstoffkennwerte von Aluminium-Profilen, die Vermeidung bzw. Verringerung von Streubreiten dieser Werte bei verschiedenen Herstellern und letztlich die Erarbeitung eines Pflichtenheftes für die Herstellung von Aluminium-Strangpressprofilen für Automobil-Strukturbauteile“, erläutert GDA-Referent Wolfgang Heidrich, der den Arbeitskreis leitet.

„Das Pflichtenheft soll bis Mitte 2011 vorliegen und dabei helfen, Strangpressprofile für den Einsatz in der Automobilkonstruktionen weiter zu optimieren und zusätzliches Leichtbaupotenzial zu erschließen“, so Wolfgang Heidrich weiter. Damit sei eine weitere Gewichtsreduzierung für strukturelle Karosserieanwendungen mit Aluminium-Profilen möglich. Zudem solle der Anwendungsbereich von Profilen erweitert werden, um eine verbesserte Nutzung der Potenziale von Strangpressprofilen zu erreichen. Ein ähnliches Pflichtenheft liegt bereits für die Aluminiumwalzindustrie mit der „Prüf- u. Dokumentationsrichtlinie für die mechanischen Kennwerte von Walzprodukten aus Aluminium“ vor.

Im Rahmen des Arbeitskreises wurden bereits mechanische Untersuchungen an Referenzquerschnitten durchgeführt, die von verschiedenen Presswerken mit deren Legierungen und den jeweiligen Prozessparametern hergestellt wurden. In einem weiteren Teilprojekt werden zurzeit unter industriellen Fertigungsbedingungen die Zusammenhänge zwischen den Prozessparametern und den mechanischen Eigenschaften bzw. den Kenngrößen der Profile ermittelt.

Die Kosten der Herstellung und der Untersuchung an den Strangpressprofilen werden von den beteiligten Firmen gemeinsam getragen.

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Ihr Ansprechpartner:

Wolfgang Heidrich
Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. 
Am Bonneshof 5  -  40474 Düsseldorf
T: +49-211 / 47 96-271
F: +49-211 / 47 96-410
wolfgang.heidrich@aluinfo.de

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