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Der neue Jaguar XJ: Raubkatze im Alu-Fell

Jaguar XJ 2010
26.07.10 - 
Der Einsatz von Aluminium hat Tradition in der 75jährigen Geschichte der britischen Nobel-Automarke Jaguar. Das Flaggschiff der englischen Traditionsmarke ist der neue Jaguar XJ, der seit Mitte Juni bei den Autohändlern steht und ab einem Basispreis von 76.000 Euro vom Hersteller als ultimative Luxus-Sportlimousine vermarktet wird.  Die Rohkarosserie des XJ ist dank Aluminium die leichteste in ihrer Klasse. Auf der Basis einer Leichtbaukarosserie in konventioneller Monocoque-Bauweise haben die Jaguar-Ingenieure ein Auto entwickelt, das bis zu 200 kg weniger wiegt als die Vorgängermodelle.

Die gesamte Karosserie des neuen XJ – darunter das Monocoque-Chassis und alle äußeren Karosserie-Bleche – ist aus einer Kombination aus gewalzten, gegossenen und stranggepressten Aluminium-Komponenten gefertigt. Die Verbindungen der Struktur werden wie schon beim Vorgänger mit Hilfe von in der Luft- und Raumfahrt erprobten Verfahren zusammengenietet und verklebt.

Die Rohkarosserie des neuen XJ besteht aus weniger Einzelteilen; als Folge verringert sich auch die Zahl der Verbindungen und komplexen Baugruppen, während im Gegenzug die Verwindungssteifigkeit steigt. Auch der Produktionsprozess wurde vereinfacht – der neue XJ kommt mit zwölf Prozent weniger Nieten und 25 Prozent weniger Klebstoff aus.

Neue hochfeste Aluminium-Legierungen sind an wichtigen Stellen der Struktur eingesetzt, um bei verringertem Materialeinsatz die Steifigkeit und Langlebigkeit zu erhöhen. Als besonders fortschrittlich gilt ein neu patentiertes Verfahren, in dem Aluminiumbleche aus mehreren Lagen unterschiedlicher Legierungen hergestellt werden. Die neue Fusion-Technologie von Novelis ermöglicht bis zu zehn Prozent geringere Wandstärken bei zugleich hohem Umformvermögen und überlegener Korrosionsbeständigkeit. Im neuen XJ kommen die Sandwich-artigen Alu-Bleche an den Kotflügeln, der Dachpartie und am Kofferraumdeckel zum Einsatz.

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Ihr Ansprechpartner für diese Seite: Anncathrin Wener