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CO2-Regulierung sorgt bis 2030 für dreistelliges Milliardenwachstum im Leichtbau

Verkehr
30.01.12 - 
Die Automobilhersteller müssen den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70 Prozent steigern, um die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik zu kompensieren. Dadurch entsteht ein neuer Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Anlagenbau: Der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hochfestem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff dürfte je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Milliarden auf mehr als 300 Milliarden Euro wachsen. Dies belegt eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Bis 2015 müssen die Hersteller in Europa die durchschnittlichen CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotten unter 95 Gramm pro Kilometer senken, sonst drohen Strafzahlungen von durchschnittlich ca. 4.000 Euro pro Fahrzeug. Durch Optimierung konventioneller Motoren und Leichtbaumaßnahmen lässt sich dieses Ziel erreichen. Bei einer weiteren Verschärfung der Grenzwerte sowie einem hohen Anteil deutlich schwererer Ober- und Luxusklasse-Fahrzeugen stoßen diese Maßnahmen aber an ihre Grenzen. Daher werden die Hersteller neben der Optimierung konventioneller Motoren künftig auch auf den Elektroantrieb setzen, um die Grenzwerte zu erreichen: „Selbst extreme Leichtbau-Konzepte können langfristig nicht zu akzeptablen Kosten ausreichende CO2-Reduzierung bei Mittelklassefahrzeugen darstellen“, erklärt McKinsey-Partnerin Ruth Heuss.

Je nach Fahrzeugklasse rechnen nach der McKinsey-Studie sich unterschiedliche Leichtbau-Materialmixe: Ein konventioneller Mix mit 50 Prozent hochfestem Stahl beispielsweise eignet sich für Klein- und Mittelklassefahrzeuge, bei denen sich Kosten von rund 3 Euro pro Kilogramm Gewichtsreduktion lohnen. In der Oberklasse werden sich hybride Metall-/Kunststoff-Kombinationen mit hohem Aluminium- bzw. Magnesiumanteil und einem kleinen Anteil an Karbon bzw. Glasfaserverstärkten Kunststoffen durchsetzen, da sich hier auch Kosten von 5 bis zu 14 Euro pro Kilogramm Gewichtsabnahme rechnen. Im Luxus-Segment werden zunehmend faserverstärkte Kunststoffe eingesetzt. Für den noch kleinen Markt der Karbonfaser-Verbundstoffe kalkulieren die McKinsey-Berater bis 2030 mit einem Wachstum von 20 Prozent, wenn die mögliche 70-prozentige Kostensenkung auf bis zu 15 Euro pro Kilogramm erreicht wird.

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Ihr Ansprechpartner für diese Seite: Anncathrin Wener