Auf den Spuren Roald Amundsens
02.01.12 -
Exakt 100 Jahre sind vergangen, seit der legendäre norwegische Antarktis-Pionier als erster Mensch zum Südpol gelangte. Die unwirtliche Region ist heute ein internationaler Forschungsstandort für Meteorologie, Klimatologie und Astrophysik. 2012 wird dort die von Indien errichtete „New Indian Research Station Bharati“ ihre Arbeit aufnehmen. Für das futuristisch gestylte Forschungsgebäude kommen unter anderem hochwärmegedämmte Aluminium-Konstruktionen von Wicona zum Einsatz.Die indischen Auftraggeber vertrauen bei dem Projekt auf die Erfahrung und Ingenieurskunst „Made in Germany“. Geplant wurde die Station in einer speziellen, rationell vorgefertigten Containerbauweise. Entwicklungsdetails und Konstruktion der Aluminium-Fassade orientieren sich an den extremen Wetterbedingungen der Südpolregion. Thermische und mechanische Belastungen durch Blizzards mit riesigen Schneemengen und rasenden Windgeschwindigkeiten sowie Temperaturen von -40°C und darunter stellen höchste Anforderungen an das Material. Um den Forschern einen großzügigen Ausblick auf die Polarregion zu bieten und einem Gefühl der Beengtheit entgegenzuwirken, ist ein großer Anteil der Fassade verglast.
Die Außenhülle besteht in diesem transparenten Bereich aus einer speziell modifizierten Pfosten-Riegel-Konstruktion mit hochwärmegedämmten Aluminium-Paneelen und dreifach isolierten Glaselementen mit einer Neigung von bis zu 15° an den beiden Stirnseiten. Basis hierfür ist die Wicona-Serie WICTEC 50 HI in einer modifizierten HI (High-Insulated) Version. Mit diesem Aufbau erreicht die Fassade einen Ucw-Wert von 0,8 W/(m²K). Durch die Bauweise mit vormontierten Elementen passte sich die Fassadenkonstruktion dem notwendigen Modularkonzept des Auf- und Abbaus bei der Testmontage in Duisburg und für die Endmontage am antarktischen Zielort flexibel an. Zum geplanten Fertigstellungstermin März/April werden etwa 25 Experten die Polarstation in Betrieb nehmen, dort leben und arbeiten.





