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Erzeugung

Erzeugung von Aluminium - Werkstoff für die Ewigkeit

Aluminium ist das dritthäufigste Element und am meisten vorkommende Metall in der Erdkruste. Doch aufgrund seiner Eigenschaft, sich mit anderen Elementen zu verbinden, war es zunächst schwer, reines Aluminium zu gewinnen. Erst 1827 gelang es dem deutschen Chemiker Friedrich Wöhler, reines Aluminium in Pulverform herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der Preis von Aluminium höher als der von Gold.

Kuriose Parallelerfindung auf dem Weg zur Massenherstellung

Henri Sainte-Claire Deville optimierte 1846 den von Wöhler beschriebenen Prozess und publizierte das Verfahren 1859 in Buchform. Offensichtlich auf Grundlage dieses Buches gab es die kuriose Parallelerfindung des Elektrolyseverfahrens. In den Staaten entwickelte Charles Martin Hall dieses Verfahren, in Frankreich Paul Héroult. Beide beanspruchten für sich die Erfindung, da sie hierin vorausschauend den zukünftigen wirtschaftlichen Wert erkannten. Hall patentierte seine Idee für den amerikanischen Raum, Héroult bekam das Patentrecht für alle übrigen Staaten.

Mit dem Elektrolyseverfahren war der Grundstein für die wirtschaftliche Großproduktion von Aluminium gelegt. In der Folge fiel der Aluminiumpreis innerhalb von zehn Jahren um 90 Prozent und prädestinierte den Werkstoff Aluminium für viele Anwendungsbereiche.

Grundlage Bauxit

Bauxit
Ausgangsstoff ist heute üblicherweise Bauxit, in dem größere Mengen des Elements Aluminium gebunden sind. Über das so genannte „Bayer-Verfahren“ wird das Aluminiumoxid abgetrennt und in den Aluminiumhütten durch die erwähnte Schmelzflusselektrolyse reines Aluminium zur Weiterverarbeitung gewonnen. Reichhaltige Bauxitvorkommen befinden sich hauptsächlich entlang des Tropengürtels. Hauptfördergebiete sind Australien, Westafrika, Brasilien und Jamaika. Allein die derzeit weltweit bekannten Vorräte decken den Bedarf für mehrere Jahrhunderte.
Grafik Bauxitvorkommen

Ressourcenschonende Gewinnung

Ein großer Teil des Bauxits wird schon im Ursprungsland zu Aluminiumoxid verarbeitet. Danach wird das pulverige Oxid in den Elektrolyseöfen unter Einsatz von Strom in Aluminium und Sauerstoff zerlegt. War dazu früher ein Energiebedarf von 21 kWh notwendig, um ein Kilogramm Aluminium herzustellen, so sind dies heute nurmehr 13 – 14 kWh. Heute wird für die Energiegewinnung rund 60 % Wasserkraft eingesetzt.

Optimale Energiebilanz im Gesamtlebenszyklus

Entscheidend ist, dass beim Recyceln nur 5% der Energie im Vergleich zur Primärerzeugung eingesetzt werden muss. Somit verbessert sich die Ökobilanz des Werkstoffes Aluminium erheblich.

Zudem treten beim Recyceln keine Qualitätsverluste auf. Gleichzeitig hilft der Werkstoff Aluminium durch seine Eigenschaften, dass viele Anwendungen und Produkte weitaus wirtschaftlicher produziert und ressourcenschonender genutzt werden können.
Grafik Kreislauf
 
Ihr Ansprechpartner für diese Seite: Jörg H. Schäfer