Effizienter Umgang mit den Ressourcen unserer Erde
Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen bedeutet, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und nicht erneuerbare Ressourcen auch für künftige Generationen zu erhalten. Die Ressourcenschonung der Aluminiumindustrie beginnt mit internen geschlossenen Produktionskreisläufen, also dort, wo Fabrikationsschrotte sowie Betriebs- und Hilfsstoffe in einem Kreislauf geführt werden und reicht bis zur Aufbereitung aluminiumhaltiger Reststoffe.
Einen weiteren Beitrag leisten Aluminiumprodukte. Die Eigenschaften von
Aluminium ermöglichen es mit minimalem Materialeinsatz, maximale
Funktionalität zu erzielen. Hohe Recyclingraten ermöglichen einen
nahezu geschlossenen Materialkreislauf. Aluminium ist eben ein
Kreislaufwerkstoff.
Kontinuierliche Senkung des Energiebedarfs
Waren 1950 noch 21 kWh Strom notwendig, um 1 kg Aluminium zu erzeugen, sind dies heute in neueren Anlagen aufgrund verfahrenstechnischer Verbesserungen nurmehr 13 kWh. Alle Möglichkeiten, den Energieaufwand weiter zu senken, werden genutzt.
Stillstand kann sich eine moderne Industrie auch in anderen Produktionsschritten nicht leisten. Daher steht der Energieaufwand auch bei der Produktion von Aluminiumhalbzeug oder Folien ständig auf dem Prüfstand. "Contineous Improvement" steht auch hier für eine kontinuierliche Reduzierung des Energiebedarfs.
Zunehmendes Recycling von Aluminium
In Deutschland wird mittlerweile inzwischen mehr Aluminium aus dem Kreislauf gewonnen als über den primären Bereich. Dadurch wird die Ökobilanz von Aluminiumprodukten hinsichtlich Energie- und Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Emissionen, Rohstoffverbrauch und Entsorgung optimiert. Dies zeigt auf, dass sich die Vorteile des Werkstoffes durch einen nahezu unbegrenzten Lebenszyklus Jahr für Jahr für Mensch und Umwelt zunehmend auszahlen.
Recyclingaluminiumproduktion und -bedarf in Deutschland
Reduzierung Materialeinsatz
Einen weiteren Beitrag zur Ressourcenschonung liefert die kontinuierliche Reduzierung des Materialeinsatzes bei gleicher Funktionalität - ob Verkehr, Verpackung oder Bau. Beispielsweise benötigt eine Getränkedose aus Alu gegenüber 1980 über 40 % weniger Aluminium. Ähnliches lässt sich auch über andere Produktsegmente sagen, sei es der Motorblock oder das Aluminiumdach.Dabei gilt die einfache Formel: Weniger Material, bedeutet weniger Energie und weniger Rohstoffe, bei der Herstellung und der Anwendung eines Produktes.
Reduzierung von Emissionen und Abfällen
In diesem Zusammenhang entsprechen die Produktionsverfahren in Deutschland den global höchsten Standards. Der anlagenbezogene Umweltschutz der Aluminiumindustrie ist vorbildlich.
Folgende Maßnahmen haben beispielsweise dazu beigetragen, die Schadstoffemissionen drastisch zurückzuführen:
- Die Weiterentwicklung der Ofentechnologie bei der Schmelzflusselektrolyse
- Die Optimierung der Prozesssteuerung sowie die Qualitätskontrolle aller eingesetzten Materialien
- Moderne Filtertechnologien in Produktions- und Verarbeitungsbetrieben, die die emittierten gas- und staubförmigen Fluoride in der Primäraluminiumindustrie zu 99% auffangen
- Die Erfassung von Filterstäuben beim Recycling von Aluminiumschrotten
- Die High-Tech-Behandlung der Abgase von Recyclinganlagen
- Die Abwasseraufbereitung, die es ermöglicht das Wasser kontinuierlich im Kreislauf zu führen.
Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Aluminiumindustrie auszubauen, die Umwelt zu entlasten und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten.







