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Alu-Lexikon


Aluminothermie

Das aluminothermische Verfahren findet auch heute noch Verwen­dung bei der Darstellung von Metallen aus deren schwer reduzier­baren Oxiden nach folgender Gleichung:
  • 2 Al + 3 EO > Al2O3 + 3 E
EO = Elementoxid
E = Element

Bei der Reaktion wird dabei die hohe Sauerstoffaffinität von Alu­minium ausgenutzt, um das Metalloxid zu reduzieren. Die dabei frei werdende Energie reicht aus, um das entstehende Metall zu schmelzen, sodass es abfließen kann. Die zurückbleibende, kris­tallisierte Schlacke besteht aus sehr hartem und teilweise scharf­kantigem Korund (Al2O3).Das Verfahren wurde erstmals1984 von Hans Goldschmidt durch­geführt und wird daher oftmals auch als "Goldschmidt-Verfah­ren" bezeichnet.  Goldschmidt nutzte die Tatsache, dass beim Verbrennen von Alu­miniumpulver viel Wärme frei wird, auch zum Thermit- oder alumi­nothermischen Schweißen, das heute zum Verbinden und Schnei­den von Stahl weit verbreitet ist. Dabei wird Aluminiumpulver mit Eisenoxid-Pulver gemischt und bei etwa 1100 °C gezündet. Das Gemisch brennt weiter und erzeugt so hohe Temperaturen, dass zu verschweißende oder zu zerschneidende Stahlteile, zum Bei­spiel Eisenbahnschienen, anschmelzen und nun miteinander ver­schweißt beziehungsweise voneinander getrennt werden können.Zum Schneiden von Stahl, Beton oder Stein bläst man Aluminium­pulver durch "Pulverlanzen" in eine Brenngas-Sauerstoff-Flamme, wodurch deren Temperatur beträchtlich erhöht wird.


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Ihr Ansprechpartner für diese Seite: Georg Grumm