Aluminium Lexikon – der Werkstoff von A–Z

Webers "Taschenlexikon Aluminium" beinhaltet die wichtigsten Fachbegriffe der Aluminium-Industrie und informiert über Wissenswertes rund um das Thema Aluminium von A wie Alaun bis Z wie Ziehen. Es ist als Einstieg in die Beschäftigung mit dem Werkstoff gedacht.

Profile

Aluminium ist dank der leichten Umformbarkeit (Duktilität) ein bevorzugt verwendeter Werkstoff für die Herstellung von Profilen. Die Korrosionsbeständigkeit kommt vielen Anwendungen zugute, ebenso die Möglichkeit, durch Anodisieren oder Beschichten dekorative Oberflächen zu erzielen. Das Konstruieren mit Aluminium stützt sich auf Profile. Sie werden in einer Vielzahl von Querschnitten und aus unterschiedlichen Legierungen durch Strangpressen hergestellt. Man unterscheidet grundsätzlich Voll- und Hohlprofile. Die Querschnitte reichen von wenigen Millimetern bis über 0,8 Meter Durchmesser (des umschreibenden Kreises) bei Großprofilen, die Längen bis zu 50 Metern bei Standard- und bis zu 30 Metern bei Großprofilen. Es lassen sich sehr komplexe Querschnitte herstellen, zum Beispiel mit mehreren Hohlräumen oder mit Nuten (etwa zum Einschieben von Dichtungen in Fensterrahmen);
   
Profile werden auch in folgenden Produktkategorien hergestellt und geliefert:

  • Standardprofile: einfache, ab Lager erhältliche Profile mit L-, T-, U- oder Z-Querschnitt;
  • Sonderprofile nach Wünschen des Kunden, zum Beispiel Segelmasten im Schiffbau;
  • Integralprofile, das heißt multifunktionelle Profile, die mehrere Funktionen erfüllen: zum Beispiel Lüftungskanäle für die Klimatechnik, die zugleich Stromkabel aufnehmen;
  • Systemprofile umfassen mehrere aufeinander abgestimmte Bauelemente (meist Integralprofile), die sich zu ganzen "Systemen" zusammenstellen lassen. Sie werden beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau und im Laden- und Messebau verwendet.