Aluminium Lexikon – der Werkstoff von A–Z

Webers "Taschenlexikon Aluminium" beinhaltet die wichtigsten Fachbegriffe der Aluminium-Industrie und informiert über Wissenswertes rund um das Thema Aluminium von A wie Alaun bis Z wie Ziehen. Es ist als Einstieg in die Beschäftigung mit dem Werkstoff gedacht.

Medikamente

Eine Auswahl von Medikamenten mit natürlichen oder künstlich hergestellten Aluminiumverbindungen:

  • Der Alaun war schon in der Antike als blutstillendes Medikament in Gebrauch. Diese Wirkung als Adstringens beruht darauf, dass er in den obersten Zellschichten des behandelten Gewebes eine Eiweißgerinnung hervorruft;
  • Seit Jahrhunderten ist feiner Ton als Antazidum, als Mittel gegen Übersäuerung des Magens eingenommen worden. Ton enthält Aluminiumhydroxide als feine Teilchen mit großer Oberfläche, welche die überschüssige Magensäure binden. Heute werden künstliche Aluminiumhydroxide und auch Aluminiumphosphate verwendet;
  • Altbewährt ist auch die Behandlung von Schwellungen und Verstauchungen mit essigsaurer Tonerde, chemisch gesehen Aluminiumazetat (Azetat: Salz der Essigsäure);
  • Aluminiumpulver in Wundsalben, Wundpuder und Beschichtungen von Verbandstoffen beschleunigt die Heilung von schwerheilenden Wunden, insbesondere von Brandwunden. Zur Vorbeugung gegen Silikose (Staublunge) wurde in der Vergangenheit auch Aluminium-Aerosol inhaliert;
  • Aluminiumsalze (zum Beispiel Aluminiumchlorid) und Aluminiumseifen sind in bedeutenden Mengen Grundstoffe für die Herstellung von Kosmetika, zum Beispiel Deodorants.


Aluminiumhaltige Medikamente können bei Mensch und Tier ohne Gefahr für die Gesundheit angewendet werden, weil Aluminium weder giftig noch gesundheitsschädlich ist.