Aluminium Lexikon – der Werkstoff von A–Z

Webers "Taschenlexikon Aluminium" beinhaltet die wichtigsten Fachbegriffe der Aluminium-Industrie und informiert über Wissenswertes rund um das Thema Aluminium von A wie Alaun bis Z wie Ziehen. Es ist als Einstieg in die Beschäftigung mit dem Werkstoff gedacht.

Lebensmittelverpackungen

Für Lebens- und Genussmittel werden Aluminium- beziehungs­weise aluminiumhaltige Verpackungen verwendet, weil sich viele Materialeigenschaften mit den Forderungen an eine gute Lebens­mittelverpackung decken. Sie sind:

  • undurchlässig für Flüssigkeiten und Gase (wichtig zum Schutz von sauerstoffempfindlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Kaffee);
  • lichtundurchlässig (wichtig zum Schutz lichtempfindlicher Stoffe wie zum Beispiel Sahne und Schokolade);
  • geschmacksneutral und aromadicht;
  • korrosionsbeständig und für die Gesundheit unbedenklich;
  • durch gute Umformbarkeit (Duktilität) einfach zu verarbeiten;
  • gut sterilisierbar (zum Beispiel für Lebensmittel und Tiernahrung).

Ab 1911 wurde Schokolade erstmals in Aluminiumfolie verpackt, wobei es die schwerere Folie aus Zinn verdrängte. Seit 1919 gibt es die Großproduktion von Tuben, und seit den 1960er Jahren werden Getränkedosen aus Aluminium hergestellt.

Heute werden Verpackungen aus und mit Aluminium für eine Vielzahl von Lebens- und Genussmitteln verwendet:

  • Dosen: Getränkedosen, Aerosol-, Gewürz- und Konservendosen;
  • Getränkeflaschen;
  • Folien: blank, bedruckt oder beschichtet (Flexible Verbundpackstoffe);
  • Hülsen für Zigarren und Nahrungsergänzungsmittel;
  • Kombidosen für Kaffee, Tee und Kakao (sie bestehen meist aus Verbundpackstoffen);
  • Menüschalen für Fertiggerichte und Tiernahrung;
  • Portionspackungen für Fleisch- und Leberpasteten, Kaffee- und Kondensmilch, Marmelade und Wurstwaren;
  • Tuben für flüssige und pastenförmige Lebensmittel wie zum Beispiel Tomatenmark;
  • Verschlüsse für Flaschen und Gläser;
  • Standbodenbeutel für zum Beispiel Suppen und Saucen.