Zehn Jahre Seenotkreuzer Herrmann Marwede

Die Helgoländer Seenotretter haben ein besonderes Jubiläum gefeiert: Vor zehn Jahren, im Juni 2003, hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihren größten Seenotkreuzer, die „Hermann Marwede“, getauft und in Dienst gestellt. Der GDA war bei der Inbetriebnahme des Seenotrettungskreuzers einer der Sponsoren.

Mehr Sicherheit auf See

Die Helgoländer Seenotretter haben ein besonderes Jubiläum gefeiert: Vor zehn Jahren, im Juni 2003, hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihren größten Seenotkreuzer, die „Hermann Marwede“, getauft und in Dienst gestellt. Seit damals leistet das 46 Meter lange, bewährte Spezialschiff, dessen Rumpf und Aufbauten aus Aluminium bestehen, seinen hilfreichen Dienst in der Deutschen Bucht. Die „Hermann Marwede“ gehört zu den leistungsfähigsten Seenotrettungs-einheiten der Welt und sorgt im Herzen der Deutschen Bucht für die Sicherheit auf den Großschifffahrtwegen im berüchtigten „nassen Dreieck“ von Jade, Weser und Elbe. Der GDA-Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. war bei der Inbetriebnahme des Seenotrettungskreuzers einer der Sponsoren.

Moderne Schiffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell, wendig und zugleich leicht, stabil, belastbar und langlebig sind. Mit Aluminiumlegierungen, wie sie im heutigen Schiffs- und Yachtbau eingesetzt werden, lassen sich diese Ansprüche uneingeschränkt verwirklichen. Dank intensiver Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen sind die modernen Aluminiumwerkstoffe heute noch fester, noch korrosions- und seewasserbeständiger geworden, trotzen Wasser, Wind und Wetter – egal, ob es sich um ein Segelboot, eine Yacht, eine Fähre oder einen Luxusliner handelt. Oder um den Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten auch für große Einsätze

Die 46 Meter lange und 9.250 PS starke „Hermann Marwede“ und ihr Tochterboot Verena sind die konsequente Weiterentwicklung vorhergehender Seenotkreuzer-Generationen. Der Seenotkreuzer ersetzte auf der DGzRS-Station Helgoland die 1978 gebaute 44 Meter lange „Wilhelm Kaisen“. Er wurde bei der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser gebaut, das erste Tochterboot bei der benachbarten Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Mit der Namengebung erinnert die DGzRS an den langjährigen Gesellschafter der Brauerei Beck & Co., dessen Familie mit einer großzügigen Spende den Bau ermöglichte. Das Tochterboot trägt den Name von Marwedes Tochter.

Die „Hermann Marwede“ ist auch für Großschadenslagen auf See ausgelegt. Sie verfügt über eine besonders leistungsstarke Feuerlöschanlage (Förderleistung 42.000 Liter Seewasser pro Minute), die auch mit Schaummitteln betrieben werden kann. Das umfangreich ausgestattete Bordhospital ist – wie auf allen Seenotrettungskreuzern – vergleichbar mit der Ausstattung eines Rettungswagens an Land, aber deutlich geräumiger als auf kleineren DGzRS-Einheiten. Ferner ermöglicht ein 72 Quadratmeter großer Mehrzweckraum die Aufnahme vieler Schiffbrüchiger gleichzeitig oder Transport und Vorbereitung spezieller Ausrüstung. Ein Hubschrauberarbeitsdeck erleichtert die Zusammenarbeit bei Windenmanövern mit den großen Rettungshubschraubern der Deutschen Marine.

Mehr Informationen zur Arbeit der DGzRS: www.seenotretter.de

Ansprechpartner

Georg Grumm

Leiter Information und Kommunikation

Tel.: +49 211 47 96 - 160
E-Mail: georg.grumm@aluinfo.de