Verhalten ins Aluminiumjahr 2019

Zum Jahreswechsel 2018/19 zieht die deutsche Aluminiumindustrie eine insgesamt zufriedenstellende Jahresbilanz. Die Unternehmen der Branche haben sich im vergangenen Jahr gut am Markt behauptet.

christian Wellner
Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied

Die Nachfrage aus den industriellen Absatzmärkten und der Bedarf der deutschen Bauwirtschaft blieben auf einem guten Niveau. Insbesondere der Automotive-Sektor treibt den Einsatz des leichten Metalls voran.

Die konjunkturellen Risiken für 2019 haben jedoch zugenommen, deshalb sind die Erwartungen der deutschen Aluminiumindustrie für 2019 leicht gedämpft. Das Geschäftsklima hatte sich bereits im vergangenen Jahr leicht abgekühlt. Die Risiken für die Aluminiumkonjunktur sind weltweit durch die zunehmende Zahl von Handelskonflikten angestiegen. Auf europäischer Ebene haben die ungeklärten Fragen beim Brexit und zusätzlich eine mögliche weiteren Schuldenkrise in Italien zur Verunsicherung beigetragen.

Mittelfristig können wir aber weiterhin optimistisch sein. Leichtbau, Elektromobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder additive Fertigung – das sind einige der Megatrends, die der Aluminiumbranche in Zukunft weiteren Schub verleihen werden. Die demografische Entwicklung wird den Verpackungssektor stimulieren. Unsere Industrie ist für diese Herausforderungen gut gerüstet, bei uns werden die Produkte und Lösungen von Morgen entwickelt. Als global verfügbarer und vielseitig einsetzbarer Werkstoff mit immer neuen Anwendungsmöglichkeiten ist der Werkstoff Aluminium kennzeichnend für die technische Entwicklung im 21. Jahrhundert.

Wir haben gesehen, wie schnell sich Dinge ändern und müssen alles tun, unsere Unternehmen zu unterstützen und zu schützen. In unserer Industrie gilt das für die gesamte Wertschöpfungskette. Hierzu gehört auch, dass wir die Aluminiumhütten in Deutschland halten und stärken; zudem muss das Recycling als weitere Versorgungsquelle ausgebaut werden, damit wir auch für die Zukunft eine eigene Versorgungsbasis haben. Die Handelskonflikte haben  uns eindrucksvoll gezeigt, dass wir uns nicht nur auf die Versorgung aus anderen Regionen der Welt verlassen dürfen.

Auch im Jahr 2019 wird der GDA seine Informationsangebote, Mitglieder- und Kundenorientierung sowie Werkstoffkompetenz weiter ausbauen. Wir wollen die Interessen der Branche auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene weiter stärken. Deshalb werden wir neben unserer regelmäßigen Arbeit in den Arbeitskreisen und Gremien weitere Veranstaltungen, wie Seminare und am 25. und 26. November 2019 den EAC-European Aluminium Congress  unter dem Titel „Aluminium and Mobilty“ aufsetzen.

Neuland betreten wir mit der Verbraucherkommunikation. Wir werden im Rahmen unserer Social Media das Go-Live einer Website „Alles über Alu“ starten, um auch Endverbrauchern Informationen zu unserem Werkstoff und unseren Produkten anzubieten und damit Fragen zu Themen wie Gesundheit, Ressourceneffizienz und Anwendungen zu beantworten

Wie Sie sehen, erwarten uns im Jahr 2019 interessante Aufgaben. Wir freuen uns darauf, diese für Sie und gemeinsam mit Ihnen wahrnehmen zu können.

Ihr Christian Wellner
Geschäftsführendes Präsidialmitglied

Ansprechpartner

Georg Grumm

Leiter Information und Kommunikation

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