Trimet vor Übernahme zweier Aluminiumwerke in Frankreich

Die Trimet Aluminium SE, einer der führenden deutschen Aluminiumhersteller, hat ein verbindliches Angebot abgegeben, um zwei Produktionswerke in Frankreich von Rio Tinto Alcan zu übernehmen.

Trimet expandiert weiter

Mit der Übernahme der Aluminiumwerke in Saint-Jean-de-Maurienne und Castelsarrasin will das mittelständische Unternehmen seine Wachstumsstrategie fortsetzen und sein Portfolio spezialisierter Produkte aus Leichtmetall erweitern. Die mit RTA getroffenen Vereinbarungen sehen eine Kooperation mit dem französischen Energieversorger EdF (Électricité de France) vor und müssen noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Die vom französischen Aluminiumhersteller Pechiney gegründeten Produktionswerke waren von Rio Tinto Alcan übernommen worden. Das international tätige Unternehmen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Standorte aufgeben zu wollen. Die beiden Aluminiumwerke beschäftigen insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter. Während es sich bei dem Werk Saint-Jean-de-Maurienne um eine Aluminiumhütte mit einer Produktionskapazität von 140.000 Jahrestonnen handelt, stellt das Werk Castelsarrasin Gießwalzdraht her, der unter anderem zu elektrischen Leitungen in der Energie- und zu Verbindungselementen in der Automobilindustrie weiterverarbeitet wird.

„In der Region der beiden Werke stand die Wiege der Aluminiumindustrie. Wir freuen uns und sind stolz darauf, die Produktion in Saint-Jean-de-Maurienne und Castelsarrasin weiterführen und die Arbeitsplätze erhalten zu können“, sagte Heinz-Peter Schlüter, Inhaber und Aufsichtsratsvorsitzender der Trimet Aluminium SE. „Die Standorte fügen sich hervorragend in die strategische Ausrichtung der Trimet ein. Das gilt für die qualifizierten Mitarbeiter ebenso wie für das technische Niveau und die anspruchsvollen Produkte. Die Konditionen der Übernahme erlauben uns zudem eine verlässliche und langfristige Investitionsplanung.“

Stärkung der Kernkompetenzen

Die Übernahmevereinbarung sichert unter anderem die langfristige Versorgung mit Tonerde (Aluminiumoxid) und elektrischem Strom, den für die Aluminiumproduktion notwendigen Grundstoffen. Der Energieversorger EDF wird eine Minderheitsbeteiligung an den Produktionswerken halten.

Mit den neuen Standorten will Trimet ihre erfolgreiche Unternehmenspolitik der vergangenen Jahre ausbauen. „Bei der weiterverarbeitenden Industrie in Europa besteht ein großer Bedarf an Aluminiumdraht. Als Anbieter komplexer Legierungen und maßgeschneiderter Lösungen stärken wir mit dieser Produktgruppe auch langfristig unsere Kernkompetenz als Spezialitätenanbieter“, erklärte Martin Iffert, Vorsitzender des Vorstands von Trimet Aluminium.

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