Trimet entwickelt „virtuellen Stromspeicher“

Die Essener Trimet Aluminium AG hat in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsinstituten ein Verfahren entwickelt, mit dem der Energiebedarf des Produktionsprozesses an eine schwankende Stromversorgung angepasst werden soll. Bundesumweltminister Peter Altmaier informierte sich bei einem Besuch in Essen.

Grüne Stromversorgung

Bundesumweltminister Peter Altmaier informierte sich bei einem Standortbesuch in Essen über das neue Verfahren sowie die die Rahmenbedingungen der Aluminiumproduktion. Die Aluminiumhütte wird dabei laut Trimet zu einer virtuellen Batterie, die fluktuierende Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen aufnimmt. „Mit unserem virtuellen Stromspeicher revolutionieren wir den Produktionsprozess der Aluminiumelektrolyse und passen industrielle Verfahren den Bedingungen grüner Stromversorgung an“, sagte Martin Iffert. „Damit ermöglichen wir die Integration von Energie aus Wind und Sonne in industrielle Produktionsprozesse und gehen einen großen Schritt auf dem Weg zu einer ‚Blue Technology’, die den gesellschaftlichen Nutzen des Werkstoffs Aluminium weiter vergrößert.“

Ökologische Stromerzeugung

Der steigende Anteil von Wind- und Solaranlagen führe zu schwankenden Erzeugungsmengen, die in das Stromnetz eingespeist werden. Es werden Stromspeicher benötigt, um gleichstarke Strommengen für Haushalt und Industrie zur Verfügung zu stellen. Mit der Flexibilisierung des Elektrolyseverfahrens können der Produktionsbetrieb eine Pufferspeicherung zwischen Erneuerbarer Erzeugung und Haushaltsverbrauch übernehmen. Das Modell von Trimet belege, dass ökologische Stromerzeugung und industrielle Wertschöpfung Hand in Hand gehen können, so Iffert. Trimet will das neue Verfahren in den nächsten Monaten in einer Pilotanlage testen. „Die Aluminiumindustrie ist einer der Grundpfeiler der heimischen Industrieproduktion. Die Innovationskraft beweist, was Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland leisten können“, sagte Peter Altmeier beim Besuch von Trimet.

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