Schneidpräzision für Karosseriebleche

Durch eine neuartige Laserschneidanlage in Dormagen bietet der Aluminiumkonzern Hydro seinen Kunden in der Automobilindustrie nun Karosseriebleche in bislang noch nicht erreichter Präzision. Bei einer Jahreskapazität von bis zu 20.000 Tonnen verstärkt die Anlage den Hydro-Standort zu einem hochmodernen Schneidezentrum.

Hydro Dormagen bekommt Verstärkung

Eingeweiht wurde die Anlage von Hydro gemeinsam mit ihrem lokalen Betriebspartner Alu-Laser-Service (ALS) sowie dem Lieferanten Schuler. Bei einer Jahreskapazität von bis zu 20.000 Tonnen verstärkt sie den Hydro-Standort Dormagen zu einem hochmodernen Schneidezentrum nach Maß für Band- und Blechanwendungen im Automobil, vor allem für die Fahrzeugaußenhaut.

Die Anlage schneidet per Laserstrahl Bänder von 0,7 bis 3 mm Dicke in Platinen von 200 x 200 mm bis zu Maßen von 2000 x 4000 mm. Das ermöglicht Elemente vom Kleinteil zur Karosserieverstärkung über die Motorhaube bis zur kompletten Seitenwand eines Premium-Fahrzeugs. „Mit praktisch gratfreien Konturblechen, von Lasern im kontinuierlichen Prozess direkt aus dem Coil gestaltet, verarbeiten wir unser Material sauberer und reduzieren Prozessschrott“, sagt Dr. Pascal Wagner, Leiter der Hydro-Geschäftseinheit Lithography, Automotive & Heat Exchanger. „Zugleich entstehen in der hochautomatisierten Schneidanlage mit Festkörper-Lasern hochpräzise Automobilbleche für große und kleine Serien. So bedienen wir effizient eine wachsende Vielfalt an Modellreihen und kommen der Plattformstrategie führender Fahrzeughersteller entgegen.“

Das Vormaterial kommt aus dem gut 20 Kilometer entfernten Hydro-Walzwerk Grevenbroich. Dessen Glühlinie im Zentrum für Automobilbänder wird zurzeit auf eine Kapazität von bis zu 50.000 Tonnen pro Jahr fast verdoppelt – vor dem Hintergrund, dass der europäische Markt für Aluminiumkarosserien zwischen 2011 und 2018 jedes Jahr um 15 bis 20 Prozent wachsen wird.

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Georg Grumm

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