NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart zu Gast auf der Mitgliederversammlung des GDA

„Eine nachhaltige, verlässliche und wirtschaftliche Energieversorgung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Industriepolitik in Nordrhein-Westfalen“. Das sagte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Mitgliederversammlung des GDA in Düsseldorf.

Sichere Energieversorgung und die Digitalisierung sind die Standortfaktoren der Zukunft

GDA MV 2018
v.l.n.r.: Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen; Dr.-Ing. Hinrich Mählmann, Präsident des GDA, Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des GDA

Der Erhalt der Systemstabilität und der Versorgungssicherheit auf dem aktuell hohen Niveau sei von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort NRW und für Deutschland. Insbesondere für die energieintensiven Industrien wie die Aluminiumindustrie stehe viel auf dem Spiel. „Die sichere Versorgung dieser Unternehmen zu international wettbewerbsfähigen Preisen entscheidet über die Zukunft von bundesweit mehr als 800.000 Arbeitsplätzen, ein Drittel davon in Nordrhein-Westfalen“, so Minister Pinkwart weiter. Die Energiewende müsse mit Ehrgeiz aber auch Vernunft vorangetrieben werden, damit Unternehmen sichere Rahmenbedingungen für Innovationen erhalten. „Wir brauchen einen Gleichklang, ein Maß und eine Mitte beim Ausbau der erneuerbaren Energie, dem Netzausbau und der flexiblen Nutzung fossiler Kraftwerke.“ Ziel sei ein umweltfreundliches und versorgungssicheres Miteinander, in dem erneuerbare und konventionelle Energien nicht gegeneinander ausgespielt werden, so Minister Pinkwart weiter.


GDA-Präsident Dr. Hinrich Mählmann machte deutlich, dass die Aluminiumindustrie ein wesentlicher Faktor in der Wertschöpfungskette sei und Energie sicher, sauber und bezahlbar bleiben müsse. „Der langfristige Erfolg von Werkstoff und Industrie hängt von neuen Lösungen und Produkten ab. Dazu gilt es, die Wertschöpfungsketten in ihrer Tiefe zu erhalten, damit auch in Zukunft in der vollen technologischen Breite die Produktion am Standort Deutschland stattfinden kann.“


In der Digitalisierung der Arbeitswelten sehen Minister Pinkwart und Hinrich Mählmann Chancen und Herausforderungen zugleich. „Die Digitalisierung verändert vieles im Land grundlegend. Wenn wir diese große Gestaltungsaufgabe richtig angehen, bietet sie große Möglichkeiten, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung zu modernisieren und den Menschen durch Teilhabe an diesem Prozess neue Möglichkeiten zu eröffnen. Wir bitten deshalb um ihre Ideen und Anregungen, damit wir gemeinsam die Themen identifizieren, bei denen wir in Nordrhein-Westfalen in der digitalen Zukunft am meisten erreichen können.“ Hinrich Mählmann ergänzte: „Die Digitalisierung und der technische Fortschritt werden in der Arbeitswelt viele Branchen vor Herausforderungen stellen – jedoch auch Chancen eröffnen, neue Berufe und Beschäftigung schaffen und vieles ermöglichen, was heute unmöglich erscheint. Unsere Industrie muss die Digitalisierung als Chance und nicht als Bedrohung verstehen – und die Chancen nutzen, die sich bieten.“


Mählmann machte deutlich, dass die Aluminiumindustrie in NRW und Deutschland für diese Herausforderungen gut gerüstet sei. „Bei uns werden die Produkte und Lösungen von morgen (mit)entwickelt. Der Werkstoff Aluminium ist als global verfügbarer und einsetzbarer Werkstoff mit immer neuen Anwendungsmöglichkeiten ein Sinnbild für die technische Entwicklung im 21. Jahrhundert.“ Die Stimmung der deutschen Aluminiumindustrie sei trotz aller politischen Unsicherheiten vorsichtig optimistisch. Die Nachfrage aus den industriellen Absatzmärkten sei auf einem zufriedenstellenden Niveau. Getrieben durch die gute Nachfrage aus dem Automotive-Sektor zog die Produktion der deutschen Aluminiumunternehmen im ersten Halbjahr 2018 noch einmal leicht an. „Unsere Wachstumserwartungen sind weiterhin von Optimismus geprägt, die mittel- bis langfristigen Aussichten der Branche ebenfalls positiv, da der auch globale Aluminiumverbrauch beständig weiterwächst. Auch der deutsche Markt wird weiterwachsen, obwohl Deutschland bereits einer der weltweit größten Märkte für die Aluminiumindustrie ist. Der Standort Deutschland verfügt über das gesamte Spektrum der Produktion, Verarbeitung, Bearbeitung und das Recycling von Aluminium.“, so Mählmann. NRW sei sowohl bei der Erzeugung von Aluminium als auch in der Fertigung von Halbzeugen das mit Abstand wichtigste Bundesland in Deutschland. Zudem haben zahlreiche Ausrüster und Zulieferer der nationalen und internationalen Aluminiumindustrie ihren Sitz im größten deutschen Bundesland. „Insgesamt sind in NRW etwa 45.000 Menschen direkt in der Aluminiumindustrie beschäftigt, der Umsatz der Branche liegt hier bei etwa acht Milliarden Euro pro Jahr, das sind rund 60 Prozent des deutschen Branchenumsatzes“, sagte Mählmann. Dem Bundesland Nordrhein-Westfalen komme innerhalb der deutschen Aluminiumindustrie deshalb eine besondere Bedeutung zu.
Das bestätigte auch Minister Pinkwart. Nordrhein-Westfalen als größtes deutsches Bundesland habe ein beachtliches kreatives und innovatives Potenzial, das den Standort sehr wettbewerbsfähig mache. „Wir sorgen dafür, dass dieses Potenzial auch genutzt wird, indem wir Hürden abbauen und faire Rahmenbedingungen schaffen. Denn die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen braucht Innovationen, um sich für die Zukunft gut aufzustellen“, so Minister Pinkwart abschließend.

Der GDA vertritt die Brancheninteressen der Aluminium produzierenden und verarbeitenden Unternehmen in Deutschland, eine Industrie, deren volkswirtschaftliche Bedeutung in einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro zum Ausdruck kommt, erwirtschaftet von 73.000 Mitarbeitern. Der Verband verfügt, gemessen an der Produktion der deutschen Aluminiumindustrie, über einen Organisationsgrad von rund 96 Prozent.

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