Klimaschutz und der Erhalt der industriellen Wertschöpfungsketten gehen Hand in Hand

Hydro Aluminium Rolled Products aus Grevenbroich erwartet als Ergebnis der Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung" eine ausgewogene Berücksichtigung der Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit.

Stellungnahme von Hydro Aluminium Rolled Products an die Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung"

Produktion Aluminium Coils
Bild: ©Hydro

In einem Positionspapier macht das Unternehmen klar, dass Klimaschutz und der Erhalt der industriellen Wertschöpfungsketten Hand in Hand gehen. Ohne Investitionssicherheit sieht das Unternehmen Probleme für den Fortbestand und seine Weiterentwicklung. Zudem wendet sich das Unternehmen gegen radikale politische Eingriffe in die Struktur der Stromerzeugung und warnt vor einem vorzeitigen Kohleausstieg.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Strukturwandel, Wachstum und Beschäftigung, im politischen Alltag kurz und treffender Kohleausstiegskommission genannt, erarbeitet derzeit die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Risiken dieses für die deutsche Industrie und die betroffenen Regionen in Deutschland existenziellen Projekts. Vor allem im Rheinland sind die ökonomischen Verflechtungen zwischen der Energiewirtschaft und der energieintensiven Industrie besonders hoch.

„Als energieintensive Industrie am Beginn der Wertschöpfung in NRW bedarf es für uns einer zuverlässigen und im globalen Kontext wettbewerbsfähigen Energieversorgung - und die Zuversicht, dass dies auch so bleibt“, erläutern Geschäftsführer Volker Backs und Moritz, Rank, Leiter Kommunikation von Hydro Aluminium Rolled Products in dem Positionspapier. Der Erhalt der Versorgungssicherheit auf dem aktuell hohen Niveau sei von zentraler Bedeutung, die Genehmigung zur Kohleverstromung in NRW habe dies bisher verlässlich garantiert und die Industrie habe darauf vertrauen können.

Die aktuelle Diskussion im Rahmen der Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung" gebe jedoch Anlass zur Sorge. „Ein möglicher vorzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung bei zeitgleichem Atomausstieg, leider bisher ohne zureichende Kompensationsmöglichkeit durch erneuerbare Energie, führt zu der Frage nach der zukünftigen Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie.“ Eine unzureichende Lösung beschädige die, der Energieerzeugung nachgelagerten industriellen Wertschöpfungsketten, führt Hydro weiter aus. Aluminium sei aufgrund der Energieintensität bei der Erzeugung besonders betroffen.

„Die Versorgung mit Energie muss auch in Zukunft jederzeit verlässlich und bezahlbar sein, um global wettbewerbsfähig zu bleiben und qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern“, ist deshalb die Forderung von Volker Backs und Moritz Rank. Die Erwartung an die Ausrichtung der Energiewende und an eine konkrete Empfehlung der Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung" sei deshalb eine ausgewogene Berücksichtigung der Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Eine Reduzierung der Menge oder Verkürzung der Laufzeit der Kohleverstromung sei für den wichtigen Wirtschaftszweig Aluminium vernünftig auszugleichen, um Investitionen, „getätigt im Vertrauen auf eine sichere Energieversorgung“, zu schützen.

Im Anhang finden Sie das vollständige Positionspapier.

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