Hydro nimmt neue Recyclinganlage für gebrauchte Getränkedosen in Betrieb

Hydro Aluminium hat in seinem Werk Neuss eine neue Anlage für das Recycling von bis zu 50.000 Tonnen gebrauchter Getränkedosen pro Jahr in Betrieb genommen. Die Investitionssumme betrug 45 Millionen Euro.

Eine lohnenswerte Investition

Hydro Aluminium hat in seinem Werk Neuss eine neue Anlage für das Recycling von bis zu 50.000 Tonnen gebrauchter Getränkedosen pro Jahr in Betrieb genommen. Den offiziellen Startschuss für die UBC (used beverage cans)-Anlage gaben Konzernvorstand Kjetil Ebbesberg und Hydro-Vorstandschef Svein Richard Brandtzæg gemeinsam mit Bundesminister Hermann Gröhe und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Zudem nahmen an der Inbetriebnahme der Anlage rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Nachbarschaft sowie Baupartner des UBC-Projektsund viele Hydro-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil.

Die Investitionssumme betrug 45 Millionen Euro, das Unternehmen schafft damit 40 neue Arbeitsplätze in Neuss. Mit der neuen Recyclinganlage bietet Hydro seinen Kunden einen geschlossenen Recycling-Kreislauf. „Buchstäblich verwandeln wir alte Dosen in neue Dosen“, sagte Konzernvorstand Kjetil Ebbesberg bei der Inbetriebnahme der Anlage. Aus dem angelieferten Altmaterial fertigt Hydro nach der Sortierung und dem Einschmelzen wieder Bandmaterial für neue Dosendeckel, -verschlüsse und -körper und schließt damit den Kreislauf für ein Produkt mit schnellem Lebenszyklus. Das Recycling gebrauchter Getränkedosen in Neuss spart nach Hydro-Angaben 350.000 Tonnen CO2-Emissionen jedes Jahr gegenüber dem Einsatz von Hüttenaluminium.

„Das Hydro-Werk in Neuss ist das erste, das eine patentierte, ausgeklügelte Sortiertechnik für gebrauchte Getränkedosen nutzt. Es kann damit gesammelte Aluminiummengen mit bis zu 20 Prozent Verunreinigungen verarbeiten. Das macht diese neue Recyclinganlage zum besten Platz für jede gebrauchte Getränkedose“, sagte Svein Richard Brandtzæg bei der Inbetriebnahme. Die Sensorik zum Sortieren und Trennen der unterschiedlichen Arten gebrauchten Metalls basiert auf einer Technologie, die vom Hydro-Zentrum für Forschung und Entwicklung in Bonn speziell für das Getränkedosen-Recycling weiterentwickelt wurde.

Ehrengäste loben Hydro

Die Spitzenpolitiker Hermann Gröhe und Garrelt Duin sprachen als Ehrengäste bei der Eröffnung der Anlage und lobten das Unternehmen mit seinen eng verbundenen Werken im Rheinland für eine effiziente und ressourcenschonende Wertschöpfungskette.

Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte: „Durch die neue Recyclinganlage lassen sich gebrauchte Getränkedosen optimal wiederverwerten. Der Stromeinsatz und der Ausstoß von Kohlendioxid werden deutlich verringert. Damit zeigt Hydro, dass moderne Industrie und ökologische Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind.“

Der Bundesminister für Gesundheit und regionale Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe sagte: „Die Aluminiumindustrie ist mit ihren umfassenden Wertschöpfungsketten und ihren Arbeitsplätzen ein starker Eckpfeiler für die Wirtschaft in Neuss, in Grevenbroich und im gesamten Rhein-Kreis. Dabei trägt das Unternehmen Hydro Aluminium mit seinen gut bezahlten Industriearbeitsplätzen in großer Zahl maßgeblich zu einer guten Beschäftigungslage im Rhein-Kreis Neuss und zur Sicherung einer guten Zukunft unserer Region bei.

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