Hydro investiert in Sortiertechnik für Recycling

Hydro Aluminium baut sein Aluminium-Recyclinggeschäft weiter aus und übernimmt die WMR Recycling GmbH (WMR) in Dormagen. Hydro arbeitet bereits seit 2013 mit den früheren Eigentümern von WMR im Rahmen eines Umarbeitungsvertrages zusammen.

36.000 Tonnen jährlich

Der Vertrag wurde zwischen den geschäftsführenden Gesellschaftern der WMR, Boris und Gregor Kurth, und Roland Scharf-Bergmann, Leiter der Recyclingaktivitäten im Geschäftsbereich Primary Metal von Hydro, unterzeichnet. „Die Abfallsortiertechnik, die in der WMR-Anlage eingesetzt wird, ist die modernste der Welt und wir sind nun Eigentümer der Patentrechte dieser Technologie“, erklärt Roland Scharf-Bergmann. Die Übernahme bedarf der Genehmigung der Kartellbehörden und soll Anfang April abgeschlossen sein. Hydro arbeitet bereits seit 2013 mit den früheren Eigentümern von WMR im Rahmen eines Umarbeitungsvertrages zusammen, bei dem mehrere Recyclinganlagen von Hydros mit sortiertem, geshreddertem Schrott aus unterschiedlichen Quellen und Produkten versorgt werden. „Unsere Erfahrungen mit der Anlage sind sehr positiv“, berichtet Scharf-Bergmann. In der WMR-Anlage können durch Röntgentransmission oder andere Sortiertechnologien jährlich 36.000 Tonnen Aluminium aufbereitet werden. Die Anlage in Dormagen wird Hydros Recyclinganlagen in Europa mit geshredderten und sortierten Rezyklaten versorgen. Die Rezyklate werden aus Aluminium-Altschrotten erzeugt. Das neue Werk der Hydro zum Recyceln gebrauchter Getränkedosen, dessen Bau zurzeit in Neuss, nahe Dormagen, vorbereitet wird, nutzt mehrere Elemente der Technologie der WMR-Anlage optimiert zum Recycling gebrauchter Getränkedosen in einem geschlossenen Kreislauf.

Schrott effizient sortieren

Laut Roland Scharf-Bergmann wird das effiziente Sortieren von Schrott in der Aluminiumindustrie in Zukunft immer wichtiger werden. „Um die Legierungen produzieren zu können, die unsere Kunden benötigen, müssen wir im vollen Umfang Kontrolle über die Zusammensetzung der Einsatzstoffe haben, mit denen wir die Schmelzöfen speisen. Aus diesem Grund sind die Entwicklung und der Einsatz einer effizienten Schrottsortierungstechnologie für unser Recyclinggeschäft von großer Bedeutung“, so Scharf-Bergmann. „Nur wenn es uns gelingt, den Schrott effizient zu sortieren, können wir die positiven Recyclingeigenschaften des Aluminiums in vollem Umfang ausschöpfen.“

Ansprechpartner

Georg Grumm

Leiter Information und Kommunikation

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