Hütten- und Walzwerkeinrichtungen

Vor dem Hintergrund des relativ hohen Umsatzniveaus im Jahr 2014 ergab sich für die deutsche Branche der Hütten- und Walzwerkeinrichter im Jahr 2015 ein zweistelliger Rückgang von 31 Prozent.

Geringe Investitionen drücken auf das Branchenergebnis

Ganz aus Aluminium gelang es Hydro und fka, eine E-Automobil-Karosserie zu konzipieren, die weniger als 200 kg wiegt.

Vor dem Hintergrund des relativ hohen Umsatzniveaus im Jahr 2014 ergab sich für die deutsche Branche der Hütten- und Walzwerkeinrichter im Jahr 2015 ein zweistelliger Rückgang von 31 Prozent. Weltweite Stahl- und auch Aluminium-Überkapazitäten – insbesondere das sehr hohe Produktionsvolumen in China – drücken die Nachfrage nach Hütten- und Walzwerkeinrichtungen weltweit. Die Auftragsvolumina sind bereits seit Herbst 2014 rückläufig.

Über alle Regionen hatten Hersteller des Metallurgie nahen Maschinen- und Anlagenbaus durchschnittlich 26 Prozent weniger Aufträge zu verbuchen. Auch der anhaltende Preisdruck auf die Rohstoffmärkte und fortbestehende geopolitische Risiken halten die Investitionsneigung in der Metallherstellung auf niedrigem Niveau. „Im laufenden Jahr zeichnen sich erneut Umsatzrückgänge im zweistelligen Bereich ab. Ein Minus um 25 Prozent ist nicht ausgeschlossen, da Neuaufträge sich größtenteils erst in den Folgejahren im Umsatz bemerkbar machen würden. Potenzial sehen wir aktuell am ehesten in der NAFTA-Region oder auch auf einigen südostasiatischen Märkten“, erklärt Dr. Timo Würz, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Hütten- und Walzwerkeinrichtungen.

Das Exportvolumen der deutschen Hütten- und Walzwerkeinrichter ging 2015 um rund 6 Prozent zurück. Deutschland blieb dabei nach China und Italien mit einem Ausfuhrvolumen im Wert von 740 Mio. Euro drittgrößter Exporteur weltweit. „Wie die Exportzahlen belegen, bestehen für die deutschen Hersteller von Hütten- und Walzwerkseinrichtungen auf den Weltmärkten gute Chancen, auch weiterhin mit innovativen Technologien und Services eine starke Position zu halten. Auch bei Modernisierungen und umweltfreundlicher Umrüstung sind die deutschen Metallurgie-Maschinenbauer gefragt. Großprojekte in der Metallherstellung bleiben allerdings weiter rar. Angesichts fortgesetzter geopolitischer Risiken, volatiler Rohstoffpreise und der schwierigen globalen Stahl- und auch Aluminiumkonjunktur ist 2016 allerdings keine Trendwende in Sicht“, kommentiert Würz die Situation der Branche.

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