Gipfeltreffen: Der ALUMINIUM Business Summit

Die Welt steht am Beginn einer neuen Ära. Nachhaltigkeit wird zur Überlebensfrage. Die Spielregeln auf den internationalen Märkten sind im Fluss. Neue Formen der Mobilität und die fortschreitende Digitalisierung verändern ganze Industrien. Der ALUMINIUM Business Summit Ende September begleitet die Branche dabei, die größten Herausforderungen konstruktiv und proaktiv anzugehen. 

Das Kongress-Motto greift hoch. Übertrieben ist es wohl nicht. Unter dem Titel „Shaping a new Industrial Era“ geht am 28. und 29. September der erste ALUMINIUM Business Summit über die Bühne. Ob vor Ort im Alten Stahlwerk in Düsseldorf oder via Live-Stream – die Besucher erleben an zwei Tagen Expertinnen und Experten, die Aktuelles und Visionäres zu vier zentralen Themen der Branche referieren und diskutieren: Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Marktentwicklung.

Das neue, hybride Summit-Format entstand aus der Zusammenarbeit von ALUMINIUM, Aluminium Deutschland, der CRU Group und European Aluminium. Malte Seifert, der Projektmanager der ALUMINIUM, betont die Bedeutung des Vernetzungsgedankens: „Vor der Branche liegen Themen, mit denen sie sich beschäftigen muss, um aus der gegenwärtigen Krise herauszukommen und neue Visionen zu entwickeln. Und das funktioniert am besten im Dialog und im direkten Austausch.“

Marius Baader, Managing Director von Aluminium Deutschland, stimmt dem zu: „Die großen Fragen für die Zukunft unserer Branche lassen sich nur gemeinsam im persönlichen Austausch angehen. Das aber war nun schon länger nicht mehr möglich. Der ALUMINIUM Business Summit bietet eine erste Gelegenheit, wieder in den Dialog zu kommen, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.“

Das Konferenzprogramm orientiert sich an der Tatsache, dass die Aluminiumindustrie wichtiger Partner für viele Branchen ist, die allesamt Transformationsprozessen entgegensehen. „Wir haben versucht, in eineinhalb Tagen ein Forum zu schaffen, das diesen Fragen den notwendigen Raum gibt“, sagt Marius Baader, „und das darüber hinaus auch die Diskussion unter den Entscheidern ermöglicht.“

Wohin entwickelt sich die Mobilität?

Für das Mobilitäts-Thema haben die Organisatoren Speaker aus dem Herzen der Automotive-Industrie gewonnen. Alois Winkler etwa, Projektmanager im Strategischen Einkauf von Audi, gibt Einblicke, welche Rolle Aluminium künftig beim Premium-Hersteller spielen wird – und welche Überlegungen dahinterstehen.

Blanca Lenczowski, Expertin für Materialtechnologie bei Airbus Deutschland, widmet sich der Frage, wie neue, nachhaltige Materialien die Aerospace-Industrie verändern werden: „Neue Herausforderungen bei der Zertifizierung, neue Materialien, neue Designs, neue industrielle Prozesse und neue Geschäftsmodelle müssen bewertet werden und könnten neue Chancen für eine nachhaltigere Luftfahrt bieten.“

Manuel Kallweit, Head of Economic Intelligence & Economics Department des VDA, spricht über die Antworten der Automobilindustrie auf die disruptiven Entwicklungen, die wir derzeit erleben.

„Es geht um Produktivität“

Der Schub, den die Pandemie der Digitalisierung gegeben hat, wird dazu beitragen, den längst begonnenen Prozess nachhaltig zu beschleunigen – auch und gerade in der Industrie. Den Begriff „Digitalisierung“ der Beliebigkeit zu entreißen, ist eines der Anliegen von André E. Barten, dem CEO von Achenbach Buschhütten. „Schlussendlich geht es um Produktivität – auch bei der Nachhaltigkeits-Debatte, die uns alle bewegt. Selbst eine ‚grüne‘ Produktion ist nur dann nachhaltig, wenn sie am Ende des Tages zu besseren Ergebnissen führt.“ Warum die Themen Lean, Green und Digital eine untrennbare Einheit bilden, wird Barten im Rahmen des Summits näher ausführen.

Mike Goertz, Sales Enterprise Software DACH bei ABB Germany, widmet sich der Frage, wie künstliche Intelligenz helfen kann, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu stemmen. Und wie die Zukunft eines komplett automatisierten Unternehmens aussehen könnte, ist Thema von Jonas Moßler, CEO von SUSI & James.

Sustainability als Querschnittsmaterie

Eine absolute Querschnittsmaterie ist auch Nachhaltigkeit, ein Thema, um das wohl keiner der Referenten und Diskutanten herumkommen wird. „Die Aluminiumindustrie befindet sich in einer Phase der Transformation. Nachhaltigkeit treibt technologische Entwicklungen in Primär- und Sekundärmärkten, neue Nachfrageanwendungen, Produktentwicklung und Veränderungen in Chinas Position auf den Exportmärkten voran", sagt Dominic Halahan von CRU.

Der ALUMINIUM Business Summit widmet sich darum auch den Themen Nachhaltigkeit und den internationalen Märkten. Experten wie Serge Gaudin, Director Sustainability & Strategy bei Novelis, zeigen auf, wie recyceltes Aluminium zum Schlüsselfaktor für Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung geworden ist. Neben der wachsenden Bedeutung des Recyclings geht der Summit der Frage nach, welche Auswirkungen die Dekarbonisierung auf die globalen Lieferketten haben kann oder wie sich Chinas Rolle in der globalen Aluminiumindustrie ändert.

Nachhaltigkeits-Experte Carsten Gerhardt von Kearney stellt das „Circular Valley“ vor – eine Initiative, die in der Metropolregion Rhein-Ruhr nicht weniger entstehen lassen will als ein „Silicon Valley“ für die zirkuläre Wertschöpfung. „Im Zentrum unserer Aktivitäten steht das Etablieren eines Accelerators: Ideenreiche Startups aus der ganzen Welt sollen hier mit etablierten Unternehmen in Kontakt kommen können“, sagt Gerhardt. „Wenn wir es richtig machen, kann hier ein Sehnsuchtsort entstehen, an dem sich Menschen aus der ganzen Welt befruchten lassen, um dann mit neuem Wissen und neuen Ideen heimzukehren.“

Kreislaufwirtschaft ist auch das Thema von Claudia Bierth. Die Nachhaltigkeits-Managerin bei Ball Beverage Packaging Europa spricht über die steigende Bedeutung der Aluminiumdose als nachhaltige, zirkuläre Verpackung. Und über ein Thema, das die Branche wohl zunehmend beschäftigen wird: Wie geht man mit Verbund-Verpackungen um, wie schafft man es, die Bestandteile zu trennen, zu rezyklieren und damit wieder zu Bestandteilen gleichwertiger Produkte zu machen?

Es wird auch politisch

Nicht zuletzt wird der ALUMINIUM Business Summit auch die Rolle und die Zukunft der europäischen Aluminiumbranche per se thematisieren. „Aluminium ist einer der wichtigsten Werkstoffe für den Übergang Europas zu einer kohlenstoffneutralen und kreislauforientierten Wirtschaft", sagt Gerd Götz, der Director General von European Aluminium. „Unser Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit wird immer wieder durch politische Rahmenbedingungen beeinflusst."

Beim Summit werden darum die Auswirkungen des CO2-Grenzausgleichs (Carbon Border Adjustment Mechanism) auf die Aluminiumindustrie ebenso im Fokus stehen wie etwa die Rolle von effizienten Rücknahme- und Sortierungsstrukturen zur Erreichung neuer, noch höherer Recyclingziele. Speziell dem Thema CBAM widmet sich Ken Ash, Berater und Visiting Fellow am Institute for International Trade der University of Adelaide.

Der ALUMINIUM Business Summit
28. - 29. September 2021
Altes Stahlwerk, Düsseldorf
Hybride Veranstaltung (Präsenz/Live-Stream)
Kongresssprache: Englisch