Geschäftslage der Schweizer Aluminiumindustrie bleibt angespannt

Die im Aluminiumverband Schweiz zusammengeschlossenen Unternehmen blicken überwiegend auf ein unbefriedigendes Ergebnis 2012. Die Auswirkungen der Frankenstärke und der Europa-Schuldenkrise belasteten den Geschäftsverlauf der zu 80 Prozent exportorientierten Schweizer Aluminiumindustrie.

Europäische Konkurrenten

Trotzdem konnten die Walz- und Presswerke ihre Gesamtproduktion inklusive der Ausfuhren um 0.4 Prozent auf 184.850 Tonnen gegenüber 2011 steigern. Auch im laufenden Jahr zeigt sich die konjunkturelle Entwicklung verhalten. Die Krise der Schweizer Aluminiumindustrie hat sich seit dem massiven Absatzeinbruch im 2. Halbjahr 2011 kaum entschärft: Für die Produktionsrückgänge verantwortlich sind in erster Linie der anhaltend starke Franken, der auch 2012 kontinuierlich Margen-Erosionen in Millionenhöhe auslöste, sowie ausbleibende Bestelleingänge, verursacht durch die Schuldenkrise in den europäischen Ländern. Zudem befinden sich die Schweizer Firmen hier in einer harten Wettbewerbssituation mit europäischen Konkurrenten. Aufgrund des tiefen Euros drängten zudem verstärkt ausländische Anbieter in den Binnenmarkt. Dies führte zu einem enormen Preisdruck und zu zusätzlichen Auftragsverlusten.

Einbussen bis zu 15 Prozent

Trotz laufender Produktivitätssteigerungen und Investitionen in neue Maschinen sowie in die Entwicklung immer komplexerer Aluminium-Leichtbauteile, mit denen die Schweizer Aluminiumindustrie vor allem im Automotive-Sektor international eine führende Position inne hat, bleibt die Geschäftslage der Aluminium-Verarbeiter weiter angespannt. Den moderaten Zuwachs von gesamthaft 0,4 Prozent inklusive der Exporte in 2012 gegenüber dem Vorjahr verdankt unsere Industrie vor allem einer stark gesteigerten Produktion von Aluminiumwalzerzeugnissen für den Transport- und Automobilbereich. Dagegen mussten die Presswerke Einbussen von bis zu 15 Prozent hinnehmen.

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