GDA feiert 25jähriges Bestehen

Der GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V., Düsseldorf, feiert sein 25jähriges Bestehen. Der Verband wurde am 15. September 1992 in Dresden gegründet. Aus diesem Anlass veranstaltete der GDA seine diesjährige Mitgliederversammlung erneut in Dresden. Festredner war wie schon bei der Gründungsveranstaltung 1992, Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf, der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen.

GDA ist der wichtigste nationale Branchenverband der europäischen Aluminium-industrie / Prof. Kurt Biedenkopf hält Festvortrag

GDA Mitgliederversammlung in Dresden
vlnr: GDA Ehrenpräsident Dietrich Boesken, GDA Präsident Dr.-Ing. Hinrich Mählmann, Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf

Der GDA vertritt die Brancheninteressen der Aluminium produzierenden und verarbeitenden Unternehmen in Deutschland, eine Industrie, deren volkswirtschaftliche Bedeutung in einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro zum Ausdruck kommt, erwirtschaftet von 73.000 Mitarbeitern. Der Verband verfügt, gemessen an der Produktion der deutschen Aluminiumindustrie, über einen Organisationsgrad von rund 96 Prozent. „Mit der Gründung des GDAs in seiner heutigen Form im Jahre 1992 in Dresden startete unsere Branchenvertretung in ein neues Zeitalter. In den 90er Jahren konnte der GDA durch Fusionen und Zusammenschlüsse einzelner, bis dahin selbstständiger Aluminiumverbände noch marktorientierter positioniert werden. Der neue GDA baute seine Informationsangebote, Kundenorientierung und Werkstoffkompetenz weiter aus und stärkte die Interessenvertretung der Branche auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. Heute gilt der GDA als der wichtigste nationale Branchenverband der europäischen Aluminiumindustrie, wenn nicht weltweit“, blickte GDA-Präsident Dr. Hinrich Mählmann auf die Geschichte des GDAs zurück.

Der Gründungsversammlung des GDA Gesamtverband der Deutschen Aluminiumindustrie e. V. 1992 in Dresden war die erste große gemeinsame „Aluminium-Tagung“ aller Aluminium-Verbände und -Organisationen in Deutschland vorausgegangen. Nach der Wiedervereinigung setzte die deutsche Aluminiumindustrie mit der Wahl des Tagungsorts Dresden bewusst ein Zeichen der Solidarität mit den neuen Bundesländern. „Mit dieser organisatorischen Neustrukturierung präsentierte sich unsere Industrie im wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Umfeld als eine geschlossene Einheit. Und sie setzte mit der offiziellen Gründung des GDAs ein starkes Zeichen für die Zukunft des Werkstoffs sowie neue Maßstäbe für die Verbandsarbeit“, so Dr. Hinrich Mählmann.

Seit 1992 wird der GDA von Christian Wellner geleitet, der heute Geschäftsführendes Präsidialmitglied ist. Dr. Hinrich Mählmann: „Christian Wellner hat seine Tätigkeit immer nur den Interessen der Aluminiumindustrie gewidmet und damit in 25 Jahren eine überaus erfolgreiche und anerkannte Arbeit für die Mitglieder des Verbandes und für gesamte Branche geleistet.“

Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf beglückwünschte den GDA in seinem Festvortrag zum 25jährigen Jubiläum: „Der GDA hat sich in seiner 25jährigen Geschichte von einer eindrucksvollen Leistungsfähigkeit gezeigt und eine große Sensibilität für Veränderungen bewiesen.“ Er erinnerte in seiner Rede an die schwierigen Anfangsjahre nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und die enormen Anstrengungen für die Menschen, die die Eingliederung Ostdeutschlands in das westliche Wirtschaftssystem mit sich brachte. Die Bundesrepublik habe sich seit der Wiedervereinigung insgesamt verändert, sowohl in der Wirtschaft als auch in ihrem geschichtlichen Selbstverständnis. Nach über 50 Jahren in Unfreiheit und einer staatlich gelenkten Wirtschaft seien die Funktionsfähigkeiten von Märkten in der ehemaligen DDR nicht präsent gewesen. In der Bevölkerung hätte erst eine Basis und das Verständnis für eine freie Wirtschaft geschaffen werden müssen. Diese große Herausforderung hätten die Menschen in Ostdeutschland in den letzten 25 Jahren erfolgreich bestanden. „Eingliederung ist zur Integration geworden und hat in beide Richtungen Früchte getragen“, erklärte Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf.

In den nächsten Jahren lägen die gesellschaftlichen Herausforderungen in der demographischen Entwicklung, der Digitalisierung, der Gesundheitspolitik und bei ökologischen Fragen. „Große Veränderungen stehen gleichzeitig an und wir können die Probleme nicht mehr aufschieben, wie wir es jahrelang getan haben“, so Biedenkopf weiter. Jetzt rechtzeitig und flexibel neue Wege bei den Zukunftsproblemen unserer Gesellschaft zu gehen und bereit zu sein, diese Veränderungen zu gestalten, sei die große Herausforderung für Politik und Gesellschaft in den kommenden Jahren, die es zu meistern gelte.

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