Für die Produzenten von Aluminiumhalbzeug steht die Wachstumsampel auf Grün

Die deutsche Aluminium-Halbzeugindustrie präsentierte sich im vergangenen Jahr stabil und in guter Verfassung. Die Produktion der deutschen Walz- und Strangpresswerke stieg um 7,8 Prozent auf rd. 2,63 Millionen Tonnen (2015: rd. 2,45 Millionen Tonnen). Für die konjunkturelle Entwicklung in 2017 bleiben die Halbzeugunternehmen zuversichtlich.

Aluminium-Halbzeugproduktion steigt 2016 um 7,8 Prozent / Bedarf an Walz- und Strangpressprodukten aus Aluminium nimmt weiter zu

Bernd Schäfer, Vorsitzender des Fachverbandes Aluminiumhalbzeug im GDA

Die deutsche Aluminium-Halbzeugindustrie präsentierte sich im vergangenen Jahr stabil und in guter Verfassung. Die Produktion der deutschen Walz- und Strangpresswerke stieg um 7,8 Prozent auf rd. 2,63 Millionen Tonnen (2015: rd. 2,45 Millionen Tonnen). Für die konjunkturelle Entwicklung in 2017 bleiben die Halbzeugunternehmen zuversichtlich. „Unser Ausblick für 2017 fällt insgesamt positiv aus“, sagte Bernd Schäfer, Vorsitzender des Fachverbandes Aluminiumhalbzeug im GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf „Aluminium hat weiterhin hervorragende Chancen in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen und Branchen. Der Werkstoff hat sich nicht nur im Automobilbau zum innovativen Zukunftswerkstoff entwickelt, auch bei weiteren Mobilitätsanwendungen wie im Flugzeug- oder Schiffsbau, bei Schienenfahrzeugen oder Nutzfahrzeugen wird die Nachfrage nach Aluminium weiter steigen“, so Bernd Schäfer anlässlich der Mitgliederversammlung des Fachverbandes Mitte März 2017 in Düsseldorf.

Der höchste Anteil an der deutschen Aluminium-Halbzeugproduktion entfällt auf die Aluminiumwalzwerke, die knapp die Hälfte an der europäischen Walzproduktion halten. Die Produktion von Walzprodukten aus Aluminium betrug im Jahr 2016 insgesamt 2,046 Millionen Tonnen, das ist ein Plus von rund 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 1,857 Millionen Tonnen). Die Produktion von Press- und Ziehprodukten aus Aluminium lag 2016 bei 587.500 Tonnen und damit auf dem guten Vorjahresniveau (plus 0,1 gegenüber 2015, 586.900 Tonnen).

Der Bedarf an Walz- und Strangpressprodukten aus Aluminium werde in Zukunft weiterhin kontinuierlich ansteigen, die Bedarfsprognosen des GDA Fachverbands Aluminiumhalbzeug für die nächsten Jahre seien durchweg positiv, so Bernd Schäfer. „Vor allem die gute Automobilkonjunktur treibt die Nachfrage nach Aluminium. Wegen der starken Nachfrage der Automobilindustrie haben alle großen deutschen und europäischen Aluminiumwalzer ihre Kapazitäten für Karosseriebleche ausgebaut.“ Ein großes Wachstumspotenzial für Profilanwendungen liege in neuen Lösungen und Anwendungen aus Aluminium in der E-Mobilität. Aufgrund anderer konstruktiver Anforderung von Elektromobilen machen bei vielen Anwendungen nur Aluprofile Sinn, zum Beispiel wegen der Möglichkeit der Funktionsintegration oder Kühlung. „Deshalb bleibt das Automobil der zentrale Wachstumstreiber für die deutschen Walz- und Strangpresswerke“, so Bernd Schäfer weiter.

Der Fachverband Aluminiumhalbzeug des GDA repräsentiert die größte Produzentengruppe innerhalb der deutschen Aluminiumindustrie. Im Jahr 2016 produzierte die Branche 2,63 Millionen Tonnen Aluminiumhalbzeug mit einem Jahresumsatz von rund 6 Milliarden Euro. Deutschland ist mit Abstand der größte Produzent von Aluminiumhalbzeugen in Europa und einer der größten weltweit. Aluminiumhalbzeuge sind Bleche, Bänder, Platten, Profile, Stangen, Rohre, Drähte und Schmiedeteile. Hauptabsatzmärkte für die Produkte sind der Verkehrs- und Transportsektor, der Bausektor sowie Verpackungen.

Ansprechpartner

Georg Grumm

Leiter Information und Kommunikation

Tel.: +49 211 47 96 - 160
Fax: +49 211 4796 - 408
E-Mail: georg.grumm@aluinfo.de