Für Aluminiumverpackungen steht die Wachstumsampel auf Grün

Die Produktion von Verpackungen aus und mit Aluminium hat sich in Deutschland im vergangenen Jahr dynamisch entwickelt. In fast allen Marktsegmenten verzeichneten die Hersteller von Verpackungen aus Aluminium deutliche Zuwachsraten.

Absatzplus bei Aluminium-Verpackungen in 2013

Insgesamt profitierte die Branche von der allgemein guten Konsumstimmung. „Die Verbraucher setzen hohes Vertrauen in eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Das unterstützt den Konsum, und die Nachfrage nach unseren Produkten wächst“, sagt Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf. „Die guten Auftragseingänge bei den Aluminium-Verpackungsherstellern zu Beginn des Jahres stellen die Wachstumsampel auf Grün“, so Christian Wellner. Der Zuwachs bei den Ablieferungen verteilte sich auf die verschiedenen Endmärkte wie folgt: Aluminiumtuben und -Aerosoldosen verzeichneten 2013 ein überdurchschnittliches Wachstumsplus. Dabei legten die Ablieferungen von Aluminium-Aerosoldosen auf Rekordniveau weiter stark zu (+8,6 %), bei Aluminiumtuben stiegen die Ablieferungen um beachtliche +4,7 %. Zudem führte bei den Aluminiumtuben der Marktausstieg einiger europäischer Konkurrenten zu einer zunehmenden Nachfrage bei den wettbewerbsfähigen deutschen Anbietern. „Starke Nachfrage kam auch aus den wichtigsten Märkten für Aluminiumtuben und -Aerosoldosen, der Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie“, weiß Gregor Spengler, Leiter Verpackung beim GDA. Die Nachfrage nach Körperpflegeprodukten sei weiter lebhaft und der Trend zu kleineren Losgrößen und immer aufwendiger geformten Dosen halte an. Wegen der guten Materialeigenschaften von Aluminium wie dem absoluten Barriereschutz gegen äußere Einflüsse wie Licht, Gas und Feuchtigkeit und der positiven hygienischen Eigenschaften werde der pharmazeutische Markt für Aluminiumtuben und auch -Aerosoldosen weiterhin ein wichtiger Wachstumsmarkt sein, so Gregor Spengler.

Gute Auftragslage sorgt für Optimismus

Bei den Aluminiumfolien führten immer dünnere Folien und der Trend zu leichteren Verpackungen zu einem leichten Rückgang der Ablieferungen (-3 %). Während hier die Entwicklung in den Marktsegmenten Pharma und Süßwaren noch befriedigend war, ist die Nachfrage aus den Bereichen Molkerei, Genussmittel und andere Lebensmittel teilweise deutlich rückläufig. Auch litten Folien und dünne Bänder aus Aluminium mit ihrem hohen Exportanteil unter der konjunkturellen Krise der Volkswirtschaften in Europa und entsprechend verhaltener Nachfrage.

Sehr zufrieden zeigt sich der GDA mit der Entwicklung bei der Aluminium-Getränkedose, die in den vergangenen Jahren in Deutschland ein beachtliches Comeback feierte. „Getränkedosen sind auf dem Vormarsch, der Aufwärtstrend setzt sich weiter fort“, sagt Christian Wellner. Insgesamt wurden 2013 in Deutschland 3,5% mehr Getränkedosen aus Aluminium und Weißblech abgesetzt. Diese Wachstumsrate übertrifft den europäischen Durchschnitt. Aluminium profitiert von diesem erfreulichen Trend überdurchschnittlich, da einer der beiden großen Getränkedosenanbieter in Deutschland seine Dosenlinien von Weißblech auf Aluminium umgestellt hat. Immer mehr Getränkehersteller und Verbraucher setzen auf die Dose – von Bier über Soft-, Mix- und Wellness-Drinks bis hin zu Wein und Prosecco. Auch die großen Supermarktketten, die vermehrt kleine City-Märkte für die Einkaufsmöglichkeit auf der Durchreise oder dem Nachhauseweg eröffnen, setzen auf kleine, verbraucherfreundliche Verpackungseinheiten wie die Getränkedose. Bei den „Sonstigen Dosen“, die zum Beispiel für chemische Produkte, Kartuschen oder Zigarrenhülsen produziert werden, verzeichnete die Branche ebenfalls ein Plus bei den Ablieferungen (+ 2,9 %). Auch hier ist die exzellente Barrierefunktion von Aluminium ein entscheidender Vorteil für die Wahl der Verpackung.

Spitze beim Recycling

Das Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland hat auf hohem Niveau weiter zugelegt und für das Jahr 2012 einen neuen Höchstwert erreicht. Von den im Markt eingesetzten 93.800 Tonnen Aluminiumverpackungen wurden 83.500 Tonnen stofflich verwertet. Dies entspricht einer Recyclingrate von 89 Prozent. Bei den bepfandeten Getränkedosen liegt die Quote sogar bei 96 %. „Die hohen Recyclingraten belegen, dass wir in Deutschland über ein hervorragend funktionierendes Verpackungsrecycling verfügen“, so Christian Wellner.Vor dem Hintergrund des guten Jahresstarts mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten sind die Hersteller von Aluminiumverpackungen optimistisch beim Ausblick für das erste Halbjahr 2014. „Bei der Getränkedose erwarten wir zusätzliches Marktpotential durch die Fußball-Weltmeisterschaft, wo beim Public Viewing aus Sicherheitsgründen auf Glas verzichtet wird“, so Gregor Spengler. Von einem hoffentlich guten Sommer dürften neben den Getränkedosenherstellern auch die Produzenten von Aerosoldosen profitieren.

Aluminium-Kompetenzzentrum zur interpack 2014

Einen konjunkturellen Schub für die Aluminiumverpacker erwarten die GDA-Mitgliedsunternehmen von der „interpack 2014“, der weltgrößten Packmittelmesse. Zahlreiche Unternehmen der Branche werden auf der interpack in Düsseldorf vom 8. bis 14. Mai 2014 ihre Innovationen und intelligenten Verpackungssysteme vorstellen. Auch der GDA präsentiert sich mit einem eigenen Messestand in Halle 11, Stand A 37. Mitaussteller sind die zwei unter dem Dach des GDA geführten internationalen Packmittelverbände European Tube Manufacturers Association (etma) und International Organisation of Aluminium Aerosol Container Manufacturers (AEROBAL) sowie die Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH (DAVR). Die Verbände informieren auf der „interpack“ über ihre Dienst- und Serviceleistungen und beraten als Aluminium-Kompetenzzentrum über die verschiedenen Anwendungen des Werkstoffs im Verpackungssektor. Zentrale Themen auf dem Gemeinschaftsstand sind Marktentwicklung, Nachhaltigkeit und Recycling. Zudem werden zahlreiche Beispiele innovativer und intelligenter Verpackungen aus und mit Aluminium auf dem Stand präsentiert.

Ansprechpartner

Georg Grumm

Leiter Information und Kommunikation

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