Europäische Tubenindustrie wächst gegen den Trend

Auch im Jahr 2012 haben die Mitgliedsfirmen der etma – european tube manufacturers association – ihre Tubenproduktion im Vergleich zum erfolgreichen Vorjahr um 1 Prozent steigern können. Mit 10,33 Milliarden Tuben wurde trotz des schwierigen ökonomischen und konjunkturellen Umfeldes in Europa die Schallmauer von 10 Milliarden Tuben erneut durchbrochen.

Gesamtproduktion wieder deutlich über 10 Milliarden Tuben

Mit diesem Ergebnis koppelten sich die Tubenhersteller Europas von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone ab. Während die Statistiken für 2012 ein Schrumpfen des europäischen Bruttosozialprodukts von 0,4 Prozent und einen Rückgang beim privaten Verbrauch von über 1 Prozent ausweisen, wuchs die Tubenproduktion damit gegen den Trend. „Man darf dieses Mengenwachstum von 1 Prozent aber nicht überbewerten“, so Dr. Monika Kopra-Schäfer, Präsidentin der etma. „Zwar können die etma Mitgliedsfirmen zu Recht stolz auf diese Zahlen sein. Die Margen sind jedoch trotz Produktivitätssteigerungen, betrieblicher Kostensenkungsprogramme und Optimierungen in der Lieferkette weiterhin unter Druck.“ Eine Prognose für 2013 ist laut Dr. Kopra-Schäfer schwierig. Die wirtschaftliche Gesamtsituation in Europa ist immer noch sehr angespannt und die anhaltenden Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Energie und Rohstoffe, trüben das Bild. Die zufriedenstellenden Ergebnisse der letzten Jahre liefern aber gute Gründe für ein gesundes Vertrauen in die eigene Stärke. Das gute Image der Tube als modernes Convenience-Packmittel bei Kunden und Verbrauchern gibt Anlass für eine weiterhin stabile Entwicklung der Absatzmärkte.

Hier zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen. Mit 43 Prozent nimmt der Kosmetikmarkt den mit Abstand größten Teil der produzierten Tuben auf. Nahezu gleichauf folgen der leicht wachsende pharmazeutische Bereich mit 23 Prozent und der gering rückläufige Zahnpastasektor mit 20 Prozent. Die restlichen Tuben gehen in die Lebensmittelindustrie sowie in den Bereich Haushalts- und Industrieprodukte mit einem Anteil von 9 beziehungsweise 5 Prozent an der Gesamtproduktion. „Mit Ausnahme der hochpreisigen Kosmetik wird das Packmittel Tube hauptsächlich in Märkten verwendet, die relativ wenig auf konjunkturelle Schwankungen reagieren. In Zeiten wie diesen hilft das natürlich unseren Mitgliedsfirmen“, erläutert etma-Generalsekretär Gregor Spengler. Auch die Anteile der einzelnen Tubenarten an der Gesamtproduktion bleiben 2012 nahezu unverändert: Aluminiumtuben liegen bei knapp über 40 Prozent, Kunststoff- und Laminattuben rangieren gleichauf bei jeweils 30 Prozent.

Ansprechpartner: Gregor Spengler Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) Head of Tubes, Cans and Impact Extruded Parts Head of Packaging etma Secretary General

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