Drahtwerk Elisental erweitert seine Vormaterialbasis und gründet deutsch-spanisches Joint Venture

Mit der Gründung des deutsch spanischen Joint Ventures ESAL Rod Alloys stellt Drahtwerk Elisental, Neuenrade, seine Beschaffung von Gießwalzdraht auf eine neue Basis und macht sich damit unabhängiger von Vormateriallieferanten.

13 Millionen Euro Investitionsvolumen

Partner im gleichberechtigten Joint Venture ist die im nordspanischen Asturien beheimatete Aleastur, ein Inhaber geführter, mittelständischer Hersteller von Aluminium-Kornfeinungsdrähten, die weltweit erfolgreich in Aluminium Schmelzbetrieben eingesetzt werden. Der Name ESAL Rod ist eine Wortschöpfung aus Espania und Alemania. Das Joint Venture wird von einem CEO von Aleastur geführt, der von einem paritätisch besetzten, geschäftsführenden Beirat operativ begleitet wird. Auf dem westlich von Gijon gelegenen Aleastur-Werksgelände wird ESAL Rod noch in diesem Jahr eine neue Fertigungsstätte für Gießwalzdraht in Betrieb nehmen, insgesamt werden dort 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei 13 Millionen Euro, die aus Eigenkapital der beiden Partner und Subventionszuschüssen des spanischen Staates aufgebracht wird.

Jährlich 15.000 Tonnen Aluminium-Gießwalzdraht

Die Realisierung des Joint Ventures gelang in äußerst kurzer Zeit. Erste Gespräche zwischen Drahtwerk Elisental und Aleastur fanden Ende 2010 statt, der konkrete Business Plan erfolgte dann 2011. Unmittelbar nach der Gründung von ESAL Rod Alloys zu Anfang des Jahres 2012 wurde die zentrale Produktionslinie bei Continuus-Properzi bestellt, die Verträge für die restlichen Produktionsanlagen und die notwendigen Schmelz- bzw. Gießöfen wurden Ende 2012 geschlossen Nach der schrittweisen Lieferung der Anlagen ab Anfang Mai 2013 ist der Produktionsstart für Oktober 2013 geplant. Insgesamt soll das Werk jährlich 15.000 Tonnen Aluminium-Gießwalzdraht vornehmlich für mechanische Anwendungen produzieren, die Volllast soll 2015 erreicht werden. Drahtwerk Elisental hat in den vergangenen Jahren eine große Nachfrage aus der Automobilindustrie nach höher legierten Aluminiumlegierungen erfahren, hier im speziellen EN-AW 6056. „Diese Legierung hat sich seit 2005 zur wichtigsten Elisental-Legierungentwickelt, da sie ein günstiges Eigenschaftsprofil aus guter Umformfähigkeit bei der Kaltmassivumformung und einer später erreichbaren Festigkeit von 400MPa im T6 Zustand aufweist sowie im späteren Einsatz auch im Warmbereich eines Autos (bis max. 150°C) wenig von Ihrer Festigkeit verliert“, erläutert Elisental-Geschäftsführer Theo Wingen. EN AW 6056 wurde ursprünglich für schweißbare Profile und Platten in der Flugzeugindustrie entwickelt und eignet sich aber ebenso zur Herstellung von Aluminium-Schrauben für die Verbindung von Gehäuseteilen, Trägern oder Versteifungskomponenten.

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