Besserer Klimaschutz durch Recycling von Aluminiumverpackungen

Das Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland hat auf hohem Niveau weiter zugelegt und im Jahr 2011 einen neuen Höchstwert erreicht. Von den in diesem Jahr im Markt eingesetzten 93.700 Tonnen Aluminiumverpackungen wurden 82.200 Tonnen verwertet.

Verwertungsrate mit Höchstwert von 87,8 Prozent

Dies entspricht einer Recyclingrate von 87,8 Prozent, wie die GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, Mainz, in einer aktuellen Studie ermittelt hat. „Die hohen Recyclingraten belegen, dass wir in Deutschland über ein hervorragend funktionierendes Verpackungsrecycling verfügen. Die gelbe Tonne ist etabliert und erfolgreich. Moderne Trenntechnologie wie effiziente Wirbelstromabscheider werden flächendeckend eingesetzt. Es bietet sich an, dieses System als sog. Wertstofftonne jetzt auch für andere gebrauchte Produkte aus Metall zu öffnen“, kommentierte Hans-Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der DAVR Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH, Grevenbroich die positiven Verwertungszahlen. Die GVM ermittelt jährlich das Aufkommen und die Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland - auch im Auftrag des Umweltbundesamtes, Berlin. Die Verwertungsmengen der verschiedenen dualen Systeme sowie die Rückführung gebrauchter Verpackungen über sonstige Organisationen und Erfassungswege werden berücksichtigt

Fachverband Aluminiumrecycling

„Die aktuellen Zahlen der GVM dokumentieren den hohen Stellenwert des Recyclings für die Aluminiumindustrie“, sagte Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf. Der Wiederverwertung von gebrauchtem Aluminium aus Verpackungen, Fahrzeugen oder anderen Anwendungen komme in den kommenden Jahren eine wachsende Bedeutung zu. „Der GDA wird deshalb das Recycling von Aluminium in Zukunft noch stärker unterstützen und hat dazu seinen Fachverband Aluminiumrecycling aktiviert“, so Christian Wellner. Beim Recycling von Aluminium können bis zu 95 Prozent der für die Primärerzeugung notwendigen Energie eingespart und damit wertvolle Rohstoffe und Ressourcen geschont werden. Auch der Beitrag zum Klimaschutz durch die Rückgewinnung des Metalls aus Verpackungen ist beträchtlich. Basierend auf den jetzt erreichten Verwertungsraten betragen die jährlichen Einsparungen von Treibhausgasen nach Berechnungen der DAVR mehr als 430.000 Tonnen sogenannter CO2-Äquivalente. Aufwendungen für Sammlung, Aufbereitung und Recycling sowie auftretende Materialverluste wurden berücksichtigt. Das entspricht dem kompletten jährlichen Treibstoffverbrauch von etwa 180.000 Autos auf Deutschlands Straßen alleine aus dem Recycling von gebrauchten Aluminiumverpackungen.

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