Aluminiumkonjunktur zeigt sich im 1. Quartal 2013 robust

Die deutschen Aluminiumproduzenten und -verarbeiter haben sich im 1. Quartal 2013 gut behauptet. Die Produktion hat sich in den quantitativ wichtigsten Produktionsbereichen stabil gezeigt beziehungsweise konnte sogar leicht zulegen. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet die Branche eine weitgehend stabile Produktion.

Deutsche Aluminiumindustrie zeigt sich äußerst wettbewerbsfähig

In Deutschland wurden von Januar bis März 2013 rund 268.290 Tonnen Rohaluminium erzeugt. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 109.096 Tonnen Hüttenaluminium und 159.194 Tonnen Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Primäraluminium um 7,2 Prozent, die Recyclingaluminiumproduktion ging um 4,6 Prozent zurück. „Im 1. Quartal 2013 hat die deutsche Aluminiumproduktion wieder annähernd das Mengenniveau des guten 1. Quartals 2012 erreicht“, erklärte GDA-Geschäftsführer Christian Wellner. „Unsere Mitglieder verfügen über moderne und hoch automatisierte Anlagen. Zudem sind die Unternehmen sehr innovativ. Dies alles macht die deutsche Aluminiumindustrie äußerst wettbewerbsfähig. In Deutschland sollte daher die Aluminiumproduktion des Jahres 2013 nahe dem Produktionsniveau des Vorjahres liegen“, so Christian Wellner.

Halbzeugproduktion legt leicht zu

Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug belief sich im 1. Quartal 2013 auf 619.101 Tonnen. Gegenüber dem 1. Quartal 2012 ist dies ein Anstieg von 1,4 Prozent. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte, Strangpressprodukte, Drähte und Schmiedeteile. Quantitativ ist die Produktion von Aluminiumhalbzeug der wichtigste Bereich der deutschen Aluminiumindustrie. In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden in Deutschland von Januar bis März 2013 88.885 Tonnen hergestellt. Das Produktionsvolumen war damit gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 3,5 Prozent leicht rückläufig. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche „Folien und dünne Bänder“, „Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen“ sowie „Metallpulver“. Während die Produktion von Folien und dünnen Bändern um 4,3 Prozent und die Metallpulverproduktion um 1,6 Prozent sank, konnte die Produktion von Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen mit 0,6 Prozent leicht gesteigert werden.

Wirtschaftliches Umfeld und Ausblick 2013

Das konjunkturelle Umfeld der deutschen Aluminiumbranche ist weiterhin äußerst schwierig. Nach Ansicht von Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Statistik beim GDA, zeigt sich die deutsche Konjunktur jedoch weitgehend robust. „Die rezessiven Tendenzen in Europa haben sich seit Jahresbeginn fortgesetzt. Der Trend in den industriellen Abnehmerbranchen ist seit Jahresbeginn negativ und auch in der europäischen Bauwirtschaft sieht es nicht viel besser aus." Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Ansicht von Andreas Postler jedoch von diesen negativen Entwicklungen weitgehend abkoppeln können. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich allerdings nicht mehr in ruhigem Fahrwasser. Dies zeigt sich beispielsweise im Automotive-Sektor. Stützend erweist sich auf der anderen Seite aber die deutsche Bauwirtschaft. Zudem rechnen wir mit einem Wiederanziehen der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr. Deutschland sollte sich dem schlechten Wetter in Europa also weitestgehend entziehen können“.

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