ALUMINIUM 2014: Premiere des Recycling-Pavillons

Das Potential und die technischen Möglichkeiten des Recyclings zeigt vom 7. bis 9. Oktober die ALUMINIUM 2014Weltmesse in Düsseldorf, die das Thema mit einem eigenen „Recycling Pavillon“ in den Fokus rückt. Der Pavillon spiegelt die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wider.

Messe informiert und zeigt Innovationen

Das Potential und die technischen Möglichkeiten des Recyclings zeigt vom 7. bis 9. Oktober die ALUMINIUM Weltmesse in Düsseldorf, die das Thema mit einem eigenen „Recycling Pavillon“ in den Fokus rückt. Mit dem neuen „Recycling Pavillon“ spiegelt die Messe die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wider. Auf dem Gemeinschafsstand in Halle 9 zeigen spezialisierte Industrieunternehmen aus Deutschland, Italien, Spanien, China und Dubai ihre Lösungen zur Wiederaufbereitung des Leichtmetalls. Der „Recycling Pavillon“ wendet sich u.a. an Schrotthändler, Hersteller von Sortieranlagen, Zerkleinerungsanlagen, Umschmelzanlagen und Anbieter von Recyclingaluminium.

Das Recycling von Aluminium sichert nicht nur die Rohstoffversorgung, sondern minimiert vor allem den Schadstoffausstoß und spart Energie. So werden für die Rückgewinnung von Sekundäraluminium nur fünf Prozent jener Energie eingesetzt, welche für die Herstellung von Primäraluminium benötigt wird. Der Kreislauf der Wiederaufbereitung ist ohne Qualitätseinbußen unendlich wiederholbar. Der weltweite Bestand an Aluminium, das noch in Form von Produkten genutzt wird, ist zudem eine Ressourcenbank: Geschätzte 75 Prozent des Aluminiums, das je erzeugt wurde, ist noch in Gebrauch und hat teilweise bereits vielfache Recyclingprozesse durchlaufen.

Um die Nachfrage zu bedienen und urbane Rohstoffquellen noch intensiver zu nutzen, baut die Aluminiumindustrie ihre Recycling-Kapazitäten massiv aus. Der Aluminiumkonzern Novelis, Aussteller auf der ALUMINIUM, hat Anfang Juni erfolgreich den ersten Aluminiumbarren mit einer Länge von fast 10 Metern Länge in seinem neuen Recyclingwerk in Nachterstedt, Sachsen-Anhalt, gegossen. Die neue Anlage, die im Herbst ihre volle Produktion aufnehmen wird, soll jährlich rund 400.000 Tonnen Walzbarren aus recyceltem Aluminium erzeugen und damit die weltweit größte ihrer Art sein.

Recyclingmenge soll auf das Doppelte erhöht werden

Erst im Mai hatte Hydro Aluminium angekündigt, am Standort Neuss 45 Millionen Euro in eine neue, integrierte Recyclinglinie für gebrauchte Getränkedosen zu investieren. Damit will Hydro insbesondere dem wachsenden Bedarf an recyceltem Aluminium im Verpackungsbereich Rechnung tragen. Die bisherige Jahreskapazität von 50.000 Tonnen im Rheinwerk in Neuss soll auf mehr als 100.000 Tonnen erhöht werden. Aus dem hergestellten Flüssigmetall wird unmittelbar wieder Vormaterial für neue Getränkedosen gefertigt.

Auch die AMAG Austria Metall AG plant, ihre Recycling-Kapazitäten weiter auszubauen und hat beim Ausrüstungs-Spezialisten Hertwich Engineering einen besonders energiesparenden Schmelzofen mit einer Kapazität von rund 76.000 Jahrestonnen in Auftrag gegeben. Das Besondere daran: Der Ofen weist einen niedrigen Energieverbrauch auf und eignet sich auch zum Einschmelzen von Schrotten mit organischen Anhaftungen. Dabei nutzt die Anlage die Energie aus organischen Anhaftungen zum Vorwärmen des Festmetalls und zur Beheizung.

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