Absatzmärkte

Die Aluminiumindustrie wurde im Jahr 2018 mit zahlreichen Risiken und Herausforderungen konfrontiert.  Zu nennen sind in erster Linie die Rohstoffversorgung, die Importzölle der USA auf spezifische Aluminiumprodukte und die hierdurch hervorgerufenen negativen Effekte der Handelsumlenkung.

Absatzmärkte für Aluminiumprodukte in Deutschland

Der Umsatz der deutschen Aluminiumindustrie steigerte sich in 2018 um 2,7 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro. Während das Auslandsgeschäft mit 9,4 Milliarden Euro stagnierte, wuchs das Geschäft im Inland auf 12,2 Milliarden Euro an. Grund für den Umsatzanstieg war in erster Linie eine Erhöhung der Metallpreise an der London Metal Exchange um 2,5 Prozent von durchschnittlich 1.742 Euro auf 1.785 Euro je Tonne Aluminium.

Aluminiumindustrie im Überblick

Die Aluminiumindustrie wurde im Jahr 2018 mit zahlreichen Risiken und Herausforderungen konfrontiert. Zu nennen sind in erster Linie die Rohstoffversorgung, die Importzölle der USA auf spezifische Aluminiumprodukte und die hierdurch hervorgerufenen negativen Effekte der Handelsumlenkung.

Der Umsatz der deutschen Aluminiumindustrie nahm um 2,7 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro zu. Grund für den Umsatzanstieg war in erster Linie eine Erhöhung der Metallpreise an der London Metal Exchange um 2,5 Prozent von durchschnittlich 1.742 Euro auf 1.785 Euro je Tonne Aluminium. Anlass für diesen Anstieg war u. a. die zunehmende Unsicherheit der Rohstoffversorgung durch die US-Russlandsanktionen.

In den 251 Betrieben der deutschen Aluminiumindustrie wurden im Jahr 2018 rund 66.000 Personen direkt beschäftigt. Gegenüber 2017 ist dies ein Beschäftigungszuwachs um 3,8 Prozent. Zudem erzeugt die Aluminiumindustrie Beschäftigung in verbundenen Wirtschaftszweigen und kann damit als eine beschäftigungsrelevante Industrie in Deutschland bezeichnet werden.

Die Struktur der Absatzmärkte für Aluminiumprodukte hat sich im Jahr 2018 kaum verändert. Lediglich zwischen den Bereichen Maschinenbau sowie Eisen- und Stahlindustrie gab es eine kleine Verschiebung. So ist die Bedeutung des Marktes Maschinenbau auf sieben Prozent angestiegen, die Relevanz der Eisen- und Stahlindustrie hingegen auf fünf Prozent gesunken. Die Anteile der Bereiche Verkehr (48 Prozent), Bauwirtschaft (15 Prozent), Verpackung (10 Prozent), Elektrotechnik (7 Prozent), Haushaltswaren und sonstiger Endverbrauch (jeweils 4 Prozent) blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Aluminiumindustrie ist in hohem Maße von Rohstoffimporten abhängig. Dies war im vergangenen Jahr deutlich erkennbar, als die Versorgung der Hütten mit Aluminiumoxid durch die Russlandsanktionen einem hohen Ausfallrisiko unterlag. Die Sanktionen führten ebenfalls zu einer hohen Unsicherheit bei der Versorgung mit Rohaluminium. Die potenzielle Versorgungslücke beträgt hier – gemessen an den Nettoimporten – rund zwei Millionen Tonnen.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Postler

Leiter Volkswirtschaft und Handelspolitik

Tel.: +49 211 4796-118
E-Mail: andreas.postler@aluinfo.de